Am Rand des Hauses

Leben ganz oben: Rooftop

2 Min.

Verfügbar ab dem 01/03/2026

TV-Ausstrahlung am Sonntag, 1. März um 09:30

Cheng Chung Au lebt, wie Tausende anderer Menschen in Hong Kong, in einer illegalen Behausung auf einem Hochhausdach. Trotz Rattenplage und Taifun-Gefahren. In New York City gab es bis Anfang des 20. Jahrhunderts einfache Behausungen für Dienstboten; dann entstanden dort immer mehr luxuriöse Penthouses, Dachgärten und Rooftop-Bars ...
Dächer sind extreme Zonen: Zuflucht für Wohnungssuchende und Experimentierfeld für die Stadt der Zukunft. Cheng Chung Au lebt, wie Tausende anderer Menschen in Hong Kong, in einer illegal errichteten "Käfigwohnung" auf einem Hochhausdach. Seit Jahrzehnten hat er sich mit den Ratten und den Taifunen arrangiert. Eine reguläre Wohnung könnten seine Frau und er sich nicht leisten. Die Wartelisten für Sozialwohnungen sind lang.
Auch in New York City gab es bis Anfang des 20. Jahrhunderts eine "Stadt über der Stadt" für Dienstboten und Arbeiter. Doch dann wurden die Dächer für exklusive Penthouse-Wohnungen und Rooftop-Bars entdeckt. In den Plänen für den Rockefeller-Center-Komplex in Midtown Manhattan waren in den 1920er Jahren lauter Dachgärten vorgesehen, die als öffentlicher Park mit Brücken zu anderen Gebäuden gedacht waren. Die Weltwirtschaftskrise verhinderte die Realisierung.
Heute werden die obersten Wohnungen der Mega-Hochhäuser von New York für zwei- bis dreistellige Millionenbeträge angeboten. Neu errichtete Gebäude mit Dachflächen der US-Metropole müssen künftig begrünt oder mit Solaranlagen versehen werden. Eine Begrünung kann bei Extremregen das Überlaufen von Kanälen verhindern. Und die isolierende Wirkung von Erde und Bewuchs spart Kühl- und Heizenergie. Für Aktivistin Anastasia Cole Plakias, die mit ihrer Brooklyn Grange eine der größten Rooftop-Farmen der USA betreibt, ist das Potenzial von Gründächern längst noch nicht ausgeschöpft.

Fernsehregie

Stefanie Appel

Land

Deutschland

Jahr

2023

Herkunft

HR

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