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Psycho
Ich, narzisstisch27 Min.
Verfügbar bis zum 29/06/2026
Das Urteil ist eindeutig: Narzissten sind schrecklich! Sie denken nur an sich und das Leid anderer interessiert sie nicht. Diese Stereotype sind weit verbreitet und falsch. Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung haben ein echtes Problem: Ihr Selbst ist fragil und muss beschützt werden. Es gibt sowohl Phasen großer Selbstsicherheit als auch solcher mit quälenden Zweifeln.
Dass Narzissten leiden, ist wenig bekannt. Die Stereotype zeichnen ein gegenteiliges Bild: Sie manipulieren und denken nur an ihren Vorteil. Glaubt man den zahlreichen Berichten darüber, so sind Narzissten in jedem Büro, jedem Freundeskreis und jeder Familie zu finden. Dieser inflationäre Gebrauch stört die Psychotherapeutin Aline Vater: „Jeden, den man nicht mag, kann man als narzisstisch beschreiben, jede schlechte Beziehung als toxisch. Dieser undifferenzierte Umgang schürt die Vorurteile noch.“
Die Psychotherapeutin arbeitet mit Narzissten, wobei viele den Weg nicht direkt in die Praxen finden. Die meisten kommen wegen Depressionen oder Angstzuständen und finden erst dann heraus, was mit ihnen los ist: Ihr Selbstwert ist labil und neigt zu Extremen – mal grandios, mal zerbrechlich.
Michael kennt das: „Wenn ich mich groß fühle, dann spiele ich diese Größe nicht, dann bin ich groß.“ Wenn sein Selbstwert überdimensioniert ist, kann es passieren, dass andere davon an die Wand gedrückt werden. Das andere Extrem kann aber auch schnell auftreten: „Und dann ist da in mir nichts. Nur Leere.“
Stephan weiß, dass ihn viele für arrogant halten. Erst in einer Suchtklinik erfährt er seine Diagnose. Sie erwischt ihn kalt und ergibt doch Sinn: Der Alkohol half, die Gefühle auszuhalten. Der Psychiater Pablo Hagemeyer weiß um das Muster: „Süchte sind bei Narzissmus sehr häufig. Es sind Kompensationsmechanismen für das Gefühl, nicht zu genügen.“
Jérémy hatte eine herrliche Zeit mit seiner Freundin. Sie schienen zu verschmelzen und tiefe Liebe zu erleben. Bis sie anfängt ihn kleinzumachen, zu ignorieren, zu beschimpfen. Er versteht die Welt nicht mehr. Es dauert, bis er erkennt, dass er eine Narzisstin liebt. Sie will nicht an der Beziehung arbeiten und so bleibt ihm nur zu gehen.
Die Psychotherapeutin arbeitet mit Narzissten, wobei viele den Weg nicht direkt in die Praxen finden. Die meisten kommen wegen Depressionen oder Angstzuständen und finden erst dann heraus, was mit ihnen los ist: Ihr Selbstwert ist labil und neigt zu Extremen – mal grandios, mal zerbrechlich.
Michael kennt das: „Wenn ich mich groß fühle, dann spiele ich diese Größe nicht, dann bin ich groß.“ Wenn sein Selbstwert überdimensioniert ist, kann es passieren, dass andere davon an die Wand gedrückt werden. Das andere Extrem kann aber auch schnell auftreten: „Und dann ist da in mir nichts. Nur Leere.“
Stephan weiß, dass ihn viele für arrogant halten. Erst in einer Suchtklinik erfährt er seine Diagnose. Sie erwischt ihn kalt und ergibt doch Sinn: Der Alkohol half, die Gefühle auszuhalten. Der Psychiater Pablo Hagemeyer weiß um das Muster: „Süchte sind bei Narzissmus sehr häufig. Es sind Kompensationsmechanismen für das Gefühl, nicht zu genügen.“
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Regie
Antje Behr
Franziska Wielandt
Land
Deutschland
Frankreich
Jahr
2022
Herkunft
RBB
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