Als ehemaliger Schüler der Académie Fratellini beschäftigte sich Bastien Dausse bereits gemeinsam mit dem Artisten und Choreografen Yoann Bourgeois mit dem Kipppunkt zwischen Gleichgewicht und Fall. Heute bricht der Künstler mit seiner eigenen Truppe - der mit François Lemoine gegründeten Compagnie Barks - die Gesetze der Schwerkraft. Seine Aufführungen handeln von Sinnhaftigkeit und Sinnlosigkeit und machen die Akrobatik des Alltags erlebbar. Dabei versteht es die Compagnie Barks auf unvergleichliche Art, klischeehafte Zirkusstandards zu umgehen.
In Moon spielt die Compagnie Barks mit der Schwerkraft. Mit Hilfe einer beeindruckenden Metallkonstruktion simuliert Bastien Dausse Schwerelosigkeit. Scheinbar leicht wie eine Feder ähnelt er einem durch den Kosmos schwebenden Himmelskörper und lässt so den Traum des Fliegens Wirklichkeit werden. Mit diesem Spiel, das Issac Newton gar nicht gefallen hätte, lässt er das Publikum für eine kurze Zeit die reale Welt vergessen.
Performance-Mitschnitt vom April 2021 in La Villette, Paris.