Art of Gaming
As simple as that

10 Min.
Verfügbar von 13/02/2018 bis 12/02/2028
Live verfügbar: ja
Zwei Striche und ein Punkt auf schwarzem Bildschirm: In dieser Form eroberte das Genre Videospiel mit Pong die Welt. Es braucht also weder eine aufwändige Grafik, noch eine komplizierte Geschichte und auch kein reich gestalteter Soundtrack, um zu begeistern. Melek Balgün spricht mit Game Scientist Sebastian Standke über DuetHookNecrosphere und Limbo.

Ursprünglich war der Minimalismus in Spielen erzwungen, die technischen Möglichkeiten gaben einfach nicht mehr her. Inzwischen werden den Gamern meist wahre Feuerwerke für die Sinne serviert. Wie wäre es, wenn wir jetzt einmal diesen ganzen Schnickschnack beiseite ließen und uns aufs Wesentliche besännen – der Spielmechanik. Melek spielt mit Game Scientist Sebastian Standke Hook, Duet und Necrosphere.

"Art of Gaming" ist die deutsch-französische Webserie über Videospiele als Kunstgattung bei ARTE. E-Sport-Champion Melek Balgün ist der deutsche Host und die Streamerin und professionnelle Gametesterin Trinity das französische Gesicht der Sendung. Analysiert wird im für Videospiele typischen Let’s-Play-Format: Die Gäste diskutieren nicht nur die Spiele, sie müssen auch selbst ran an die Controller und Tastaturen.

Heute kommen die großen Games als wahre Gesamtkunstwerke daher, mit Millionen von Programmzeilen, hyperrealistischen Wunderwelten und einem Soundtrack, der neben natürlich gesampleten Geräuschen auch Musik enthält, die extra von großen Symphonieorchestern eingespielt wurde. Dabei kann ein gutes Game mit ganz wenig auskommen, ein paar Strichen, Punkten oder eine einfache Jum’n’run-Strecke. Mit Sebastian Standke entwirrt Melek Hooks Strichpuzzles, rennt sich an den Wänden von Necrosphere den Kopf ein und versucht in Duet den herabfallenden Balken zu entgehen. Limbo-Spezialist Wolfram Bange erklärt, warum ein so einfaches Game so faszinierend sein kann.

Sebastian Standke arbeitet als Informatiker und ist zugleich als Games, Cultural und Media Scientist tätig. Auf seinem Blog gamejamcurator empfiehlt er Spiele, die bei Jams wie dem Ludum Dare oder dem Global Game Jam entstanden sind. Der von ihm und Christian Huberts veröffentlichte Sammelband „Zwischen|Welten“, versteht sich als experimentelle Annäherung daran, Computerspiele als Gegenstand ästhetischer Arbeit sprachfähig zu machen.

Wolfram Bange ist Kunstpädagoge, Geisteswissenschaftler und Literaturwissenschaftler. In seinen Veröffentlichungen beweist er, dass das 2008 vom Deutschen Kulturrat in Deutschland zum Kulturgut ernannte Medium "Computer- bzw. Videospiel" als Gegenstand einer literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzung durchaus ernstgenommen werden kann und sollte.

 


Regie :

Denis Parchow

Autor :

Floris Asche
Thomas Andre Szabò

Gast :

Sebastian Standke
Wolfram Bange

Moderation :

Melek Balgün

Land :

Deutschland

Jahr :

2018