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Nackt unter Wölfen

119 Min.

Verfügbar ab dem 03/08/2026

TV-Ausstrahlung am Montag, 17. August um 20:15

Konzentrationslager Buchenwald, 1945. Ein Gefangener hat ein kleines Kind gerettet, versteckt in einem Koffer. Als die Mithäftlinge den Jungen entdecken, stehen sie vor einer schweren Entscheidung. – Der DDR-Spielfilm über Leben und Sterben in einem KZ beruht auf wahren Ereignissen und ist mit Ausnahme des propagandistischen Endes unpathetisch und doch ergreifend. Mit Armin Mueller-Stahl.

Deutschland, 1945: Wenige Wochen vor der Befreiung durch die Alliierten kommt ein polnischer Häftling mit einem der letzten Transporte in das Konzentrationslager Buchenwald. Bei sich trägt er einen Koffer, den er sich weigert, aus der Hand zu geben; darin ist ein dreijähriger, jüdischer Junge versteckt, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden. Bei einer Entdeckung durch die Lagerleitung droht dem Kind der Tod.

Als die Häftlinge Höfel und Pippig den Koffer öffnen, möchten sie spontan das Kind retten und vor der SS verstecken. Doch dadurch könnten sie den bewaffneten Aufstand gefährden, den eine Widerstandsgruppe im Lager plant. Die Häftlinge sind in ihrer Haltung gespalten, und das Leben des Jungen ungewiss.

"Nackt unter Wölfen" beruht auf dem 1958 erschienenen gleichnamigen Roman von Bruno Apitz, der kurz nach der Befreiung seine Erlebnisse im Konzentrationslager Buchenwald zu Papier brachte. Erstmals wurde die hermetisch abgeriegelte Welt eines Lagers in Frank Beyers filmischer Adaption so intensiv dargestellt: nüchtern, klar und ohne jedes Pathos. In einem hochkarätigen Ensemble großer Darsteller verkörpert Armin Mueller-Stahl in einer seiner intensivsten Rollen den Häftling Höfel.

Das jüdische Kind hat es tatsächlich in Buchenwald gegeben: Der dreijährige Stefan Jerzy Zweig kam im Herbst 1944 ins Lager und wurde am 11. April 1945 gemeinsam mit seinem Vater befreit.

Der am Ende des Films beschriebene bewaffnete Aufstand hat so nie stattgefunden. Stattdessen hatte die SS, aus Angst vor den anrückenden Amerikanern, das Lager aufgegeben und die Flucht in die Wälder angetreten.

Mit

  • Erwin Geschonneck (Walter Krämer)

  • Armin Mueller-Stahl (André Höfel)

  • Krystyn Wójcik (Marian Kropinski)

  • Fred Delmare (Rudi Pippig)

  • Boleslaw Plotnicki (Zacharias Jankowski)

  • Viktor Awdjuschko (Leonid Bogorski)

  • Gerry Wolff (Herbert Bochow)

  • Peter Sturm (August Rose)

  • Wolfram Handel (Zweiling)

Regie

Frank Beyer

Drehbuch

  • Bruno Apitz

  • Frank Beyer

Autor:in

Bruno Apitz

Produktion

  • DEFA-Studio für Spielfilme

  • Gruppe "Roter Kreis"

Kamera

Günter Marczinkowsky

Schnitt

Hildegard Conrad

Musik

Joachim Werzlau

Land

Deutsche Demokratische Republik

Jahr

1963

Herkunft

ZDF

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