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Re: Eine Dorfärztin in Russland
30 Min.
Verfügbar ab dem 21/04/2026
TV-Ausstrahlung am Dienstag, 21. April um 19:40
In Russland versucht man, den Ärztemangel auf dem Land mit einem staatlichen Förderprogramm zu lindern. Das Dorf Vjazhi im Westen Russlands profitiert davon: Die junge Ärztin Julia L. kommt in den Ort, und so haben die 200 meist älteren Einwohner endlich wieder eine medizinische Versorgung. ARTE Re: begleitet die junge Ärztin bei den Herausforderungen der ersten Wochen.
Die Einwohner von Vjazhi, 350 Kilometer südwestlich von Moskau, freuen sich auf ihre neue Ärztin. Zu Sowjetzeiten war Vjazhi ein blühendes Dorf, heute leben hier nur noch rund 200 Menschen, überwiegend ältere Frauen. Die Jüngeren sind weggezogen, dorthin, wo es Arbeit gibt. Vjazhi ist kein Einzelfall. Deswegen hat Russland ein Förderprogramm für den ländlichen Raum aufgelegt. Dazu gehört auch medizinische Versorgung.
Die junge Ärztin Julia L. siedelt sich in Vjazhi an. Die Reportage begleitet Julia in ihren ersten Arbeitstagen. Sie kommt frisch von der Uni. "Am ersten Tag fühlte ich mich wie ein Kind, dem man Süßigkeiten gekauft hat. Oder ein Spielzeug", erzählt Julia. "Man will alles sehen, alles entdecken, etwas Eigenes anfangen." Im Nachbarort Odinok arbeitet Anastasia S. schon seit zwei Jahren als Dorfärztin. Sie muss das ganze medizinische Spektrum abdecken, auch Notfälle. Das wird auch auf Julia zukommen.
Die Reportage bietet seltene Einblicke in das alltägliche Leben in der russischen Provinz. Dort, wo die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Wo alles nach Sowjetunion aussieht. Doch gleichzeitig ist die Gegenwart ganz nah. Die Region liegt im Grenzgebiet zur Ukraine. Fast täglich gibt es ukrainische Drohnenangriffe. Das sei beängstigend, erzählt Anastasia. "Wer weiß, ob die Drohne vorbeifliegen wird oder hier irgendwo einschlägt. Das ist schrecklich."
Und Julia hat Angst um ihren Bruder. 2022 wurde er zwangsmobilisiert und kämpft seitdem als Soldat in der Ostukraine.
Land
Deutschland
Jahr
2025
Herkunft
ZDF
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