Nächstes Video:
Twist - Schamlos glücklich?Ein Film, ein Schock: "Das Haus nebenan"
3 Min.
Verfügbar ab dem 18/05/2026
TV-Ausstrahlung am Dienstag, 26. Mai um 01:35
Der Dokumentarfilm "Das Haus nebenan - Chronik einer französischen Stadt im Kriege" (1971) von Marcel Ophüls löste im Frankreich der Nachkriegsjahre ein wahres Meinungsbeben aus. Er brach mit dem von den Gaullisten gepflegten Mythos eines geeinten Frankreichs, das den deutschen Besatzern geschlossen Widerstand leistete.
Im April 1971 wurde in einem kleinen Kino im Pariser Quartier Latin ein Dokumentarfilm uraufgeführt, der in Frankreich ein wahres Meinungsbeben auslöste, das Polemiken und Skandale, aber auch Begeisterungsstürme entfachte. Zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs warf "Das Haus nebenan – Chronik einer französischen Stadt im Kriege" einen ungeschönten Blick auf die Jahre der deutschen Besatzung. Marcel Ophüls wählte Clermont-Ferrand als Schauplatz und zeichnete das Porträt einer unweit von Vichy gelegenen Provinzstadt zwischen Petinismus, Kollaboration, Passivität und Widerstand. Marcel, der Sohn des Leinwandgenies Max Ophüls, hinterfragte darin das Gedächtnis der Zeitzeugen. Er sprach mit Geschäftsleuten, Bauern, Lehrern und zahlreichen politischen Persönlichkeiten. "Das Haus nebenan" beleuchtete eine bislang verdrängte Seite des kollektiven Gedächtnisses der Franzosen und beschwor die Geister und Dämonen der Besatzungsjahre wieder herauf, um mit dem von den Gaullisten gepflegten Mythos eines geeinten Frankreichs zu brechen, das den deutschen Besatzern geschlossen Widerstand leistete.
Mehr als 50 Jahre nach seiner Veröffentlichung hat Joseph Beauregard eine Dokumentation über diesen nicht alltäglichen Dokumentarfilm gedreht. Er zeichnet darin die Geschichte dieses ungewöhnlichen Films nach. Beauregard erzählt dabei nicht nur von der Entstehung, sondern auch von den Auswirkungen des Films auf Frankreich, das bis dahin selten mit seinem Verhalten während des Krieges und seiner lückenhaften Erinnerung daran konfrontiert worden war.
Mehr als 50 Jahre nach seiner Veröffentlichung hat Joseph Beauregard eine Dokumentation über diesen nicht alltäglichen Dokumentarfilm gedreht. Er zeichnet darin die Geschichte dieses ungewöhnlichen Films nach. Beauregard erzählt dabei nicht nur von der Entstehung, sondern auch von den Auswirkungen des Films auf Frankreich, das bis dahin selten mit seinem Verhalten während des Krieges und seiner lückenhaften Erinnerung daran konfrontiert worden war.
Regie
Joseph Beauregard
Land
Frankreich
Jahr
2024
Herkunft
ARTE F
Auch interessant für Sie
Re: Revival von Spaniens Diktator Franco?
Mit offenen Daten
Ukraine: Die Schwester und der Mörder
Die Babys von Grozny
ARTE Reportage
Twist
Schamlos glücklich?
Twist
Lovesongs: Warum wir über Liebe singen
Twist
Festivals - Urlaub in der Utopie?
Twist
Liebe heute: Wie klappt das?
Europas große Filmpaläste
Lichtburg, Essen
Twist
Der Berg ruft! Zwischen Freiheit und Abgrund
Die meistgesehenen Videos von ARTE
- Nur noch heute online
Martin Eden
Virus-Fälle auf einem Kreuzfahrtschiff
Karambolage
Der Muttertag / Die Mainzelmännchen
ARTE Journal - 10/05/2026
Schiff mit Hantavirus-Ausbruch erreicht Teneriffa
Die neue Hand - Geschichte einer Transplantation
Twist
Schamlos glücklich?
Mit offenen Karten - Im Fokus
Russland: Kriegsmüdigkeit?
Unhappy
Von Glück und Angst
Re: Mein Leben im Retro-Stil
Asmik Grigorian
Salzburger Festspiele 2024
NotInitialized