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Ludwigsburger Schlossfestspiele 2022

Die unvollendete Revolution

79 Min.

Verfügbar bis zum 30/03/2026

TV-Ausstrahlung am Sonntag, 15. Februar um 01:45

2022 widmeten die Ludwigsburger Schlossfestspiele Belarus einen musikalischen Schwerpunkt. Der Titel "Die unvollendete Revolution" spielt auf die jüngere Geschichte des Landes an, in der die freiheitlichen Bestrebungen der Bevölkerung massiv unterdrückt werden. Das Programm verbindet populäre klassische Werke mit zeitgenössischer Musik von belarussischen Komponist:innen.
Der Programmtitel Die unvollendete Revolution verweist auf die politische Entwicklung in Belarus, wo 2020 friedliche Proteste gegen die autokratische Führung brutal unterdrückt wurden. Vitali Alekseenok, Newcomer der Stunde in der Dirigentenszene und politischer Aktivist, nutzte 2022 den Konzertabend bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen als musikalische Verneigung vor der Bevölkerung des Landes.

”Statt wie ursprünglich geplant, begegneten wir uns also nicht mit einem Taktstock und einer Flöte in einem Konzertsaal, sondern mit Trauerblumen neben einem Blutfleck auf den Straßen von Minsk.” Die Begegnung des Dirigenten Vitali Alekseenok mit der Flötistin und Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikava in der belarussischen Hauptstadt verlief anders als erwartet: 2020 protestierten beide friedlich gegen den autokratischen Amtsinhaber Alexander Lukaschenko. Kalesnikava wurde – wie viele andere – im Jahr 2020 inhaftiert.

Dirigent Vitali Alekseenok ist von den Erlebnissen in Minsk stark geprägt. Schwerpunkt seines Programms für die Ludwigsburger Schlossfestspiele 2022 sind drei von ihm in Auftrag gegebene Gedichtvertonungen von belarussischen Komponistinnen und Komponisten. In ihnen werden die Zu- und Notstände der Bevölkerung verarbeitet – hymnisch, betend, verzweifelt.

Eröffnet wird das Programm mit Samuel Barbers berühmtem Adagio für Streicher. Die Stille schließlich, die Tōru Takemitsus Flötenstück Air verkörpert, passt zu der friedlichen Qualität der belarussischen Revolution. Die Aufführung wurde der damals noch inhaftierten Maria Kalesnikava gewidmet. Dass die friedliche Revolution noch nicht am Ziel ist, kommt mit Franz Schuberts unvollendeter 7. Symphonie zum Ausdruck.

Aufzeichnung vom 11. Juni 2022 in Ludwigsburg.

Mit

  • Äneas Humm (Bariton)

  • Guillermo González (Flöte)

Regie

Jörg Thomas Mohr

Produzent/-in

Jochen Sandig

Komponist/-in

  • Samuel Barber

  • Kanstantsin Yaskou

  • Olga Podgaiskaya

  • Töru Takemitsu

  • Franz Schubert

  • Théodore Akimenko

Dirigent/-in

Vitali Alekseenok

Orchester

Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele

Land

Deutschland

Jahr

2022

Herkunft

ZDF

Kapitel

0:56

Samuel Barber - Adagio for Strings, op. 11

9:02

Kanstantin Yaskou - Versuch in Ahnenforschung

21:56

Anonym - Ein Gedicht

26:46

Olga Podgaiskaya - Die Stadt ist ein Fluss

35:50

Aus den Briefen von Maria Kalesnikava

37:36

Tōru Takemitsu - "Air" für Flöte solo

45:15

Franz Schubert - Sinfonie Nr. 7 h-Moll, D759 "Unvollendete"

1:12:48

Théodore Akimenko - Nocturne for string orchestra

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