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Die Kordillere der Träume

82 Min.

Verfügbar bis zum 16/12/2026

Letzter Teil einer Trilogie, die Patricio Guzmán seinem Geburtsland Chile und den Opfern der Pinochet-Diktatur widmet. Der Regisseur setzt die Aufarbeitung seiner Vergangenheit fort und lässt Landschaftsbilder, Erinnerungen und politische Reflexionen einfließen. Die Berge der Anden stellen einen starken Kontrast zu den Geschichten dar, die von den Menschen ausgehen.

Als 1973 das Militär putschte und eine Diktatur errichtete, war der 1941 geborene Patrizio Guzmán eines der Opfer. Er wurde verhaftet, gefoltert, floh anschließend ins Ausland. Doch noch immer beschäftigt ihn, was sich in Chile zugetragen hat, aber auch, was die Folgen waren. Er setzte sich in zahlreichen Dokumentarfilmen damit auseinander.
„Wenn in Chile die Sonne aufgeht“, sagt Patrizio Guzmán, „muss sie erst die Hügel und Gipfel erklimmen, bevor sie auch den letzten Stein der Anden mit ihren Strahlen erreicht. In meinem Land ist die Kordillere allgegenwärtig, und dennoch scheint sie für die Chilenen unbekanntes Terrain zu sein. Nachdem ich für die Dokumentarfilme ‚ Nostalgia de la luz - Heimweh nach den Sternen ‘ (2010) im Norden und für den ‚Perlmuttknopf‘ (2015) im Süden des Landes war, wollte ich dieses symbolische Rückgrat des Landes filmen, um die Geheimnisse der chilenischen Vergangenheit und Gegenwart aufzudecken.“
„Die Kordillere der Träume“ ist der letzte Teil einer Trilogie, die Patricio Guzmán seinem Geburtsland Chile und den Opfern der Pinochet-Diktatur widmet. Der Regisseur vereint die filmische Erkundung des chilenischen Hochgebirges mit Erinnerungen an die Militärdiktatur Augusto Pinochets zwischen 1973 und 1990. Landschaftsbilder und Aufnahmen gesellschaftspolitischer Geschehnisse sowie persönliche Gedanken und kollektive Erfahrungen werden dabei verwoben.
Das Gebirge ist mehr als ein Schauplatz – es ist ein Ewigkeitssymbol. Guzmán verknüpft die traumatischen Erlebnisse des Volkes während der Pinochet-Diktatur mit den aktuellen Problematiken. Dabei stützt er sich auf die kritischen Äußerungen von Jorge Baradit, der die vom Kapitalismus geprägte chilenische Gesellschaft anprangert. „Die Kordillere der Träume“ zeigt die Auswüchse eines neoliberalen Systems, das einigen etwa durch die Kupfervorkommen großen Reichtum gebracht hat, während der Rest der Gesellschaft in Armut lebt.

Regie

Patricio Guzmán

Land

  • Chile

  • Frankreich

  • Spanien

Jahr

2018

Herkunft

ARTE F

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