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Ist die Jugend von heute arbeitsscheu?45 Min.
Verfügbar bis zum 07/12/2027
Sendung vom 08/01/2023
Wollen junge Menschen überhaupt noch arbeiten? Unprofessionell, unmotiviert, mit hohen Ansprüchen an Arbeitsbedingungen, Gehalt oder Unternehmensethik: Die neue Generation von Berufseinsteigern sieht sich scharfer Kritik ausgesetzt. Millennials und Generation Z stehen dazu, dass ihnen das Privatleben wichtiger ist als die Arbeit. Sind die jungen Menschen zu faul, weil zu verwöhnt – oder steht die Gesellschaft vor einer Revolution des Berufslebens?
Über diese Fragen unterhalten sich die drei Gäste der Sendung: Kaja Pavlinic, Vize-Präsidentin des Netzwerkes der kroatischen Jugend und Repräsentantin der Generation Z lehnt den Begriff „verwöhnt“ ab. Ihrer Meinung nach sind sich die jungen Menschen von heute einfach nur ihres Wertes bewusst.
Der schwedische Psychiater und Erziehungsexperte David Eberhardt hält dem entgegen, dass wir heute die Rechnung für das Erziehungsmodell der letzten 30 Jahre präsentiert bekommen. Die Millennials seien zu umsorgt und beschützt worden und bar jeder Frustrationsfähigkeit.
Mariam Khattab, Expertin für Inklusion / Diversität und Generaldirektorin von Mozaïk RH, verweist darauf, dass ein Teil der Jugend schlichtweg keinen Zugang zur Arbeitswelt hat. Die gegenwärtige Krise könnte ihnen paradoxerweise eine Tür öffnen.
Das Gespräch wird ergänzt durch Beiträge von neun Europäerinnen und Europäern, die das Problem im Vorfeld der Sendung ausgelotet haben. Weiteren Aufschluss gibt eine Reportage aus Luxemburg, dessen Eisenbahngesellschaft Berufsanfängern attraktive Perspektiven anbietet.
Im Anschluss spricht Nora Hamadi mit Dr. phil. Aurore Mréjen über Hannah Arendt, deren Schriften sehr anschaulich die Sinnkrise unserer von Kommerz und Konsum beherrschten Gesellschaften beschreiben.
Regie
Serge Kalfon
Produktion
MAGNETO PRESSE
Moderation
Nora Hamadi
Land
Frankreich
Jahr
2021
Herkunft
ARTE F
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