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5G: Versuch am Menschen?45 Min.
Verfügbar bis zum 26/09/2027
Sendung vom 23/10/2022
Die Ende 2020 in Europa eingeführte fünfte Mobilfunkstandard-Generation ist bis zu zehn Mal schneller als 4G. Doch an 5G scheiden sich die Geister. Gründe hierfür sind gesundheitliche und ökologische Risiken, Datenschutz und geopolitische Fragen. Wozu braucht man 5G? Sind Nebenwirkungen zu befürchten? Brauchen die Menschheit 5G wirklich?
Darüber debattieren drei Gäste: Als Leiter der Abteilung für 5G in der Europäischen Kommission verteidigt Peter Stuckmann den Ausbau. Dem hält Jean-Pierre Raskin, Ingenieur, Wissenschaftler und Professor an der School of Engineering im belgischen Louvain, entgegen, dass die langfristigen Auswirkungen von 5G noch nicht absehbar sind. Er nennt es eine „zerstörerische Schöpfung“. Laure de La Raudière schließlich ist Vorsitzende von Arcep, der französischen Behörde für die Regulierung der elektronischen Kommunikation. Diese Einrichtung spielt eine zentrale Rolle beim Ausbau von 5G in Frankreich.
Ergänzt wird der Austausch durch die Einschätzungen von neun Europäerinnen und Europäern, die sich im Vorfeld der Sendung mit der Frage auseinandergesetzt haben, sowie durch eine Reportage aus dem italienischen L'Aquila in den Abruzzen. 2009 wurde die Stadt durch ein heftiges Erdbeben erschüttert. Heute wird hier erforscht, wie 5G zur frühzeitigen Erdbebenwarnung genutzt werden kann, um wertvolle Zeit für die Evakuation der Bevölkerung zu gewinnen.
Im Interview empfängt Nora Hamadi schließlich den transhumanistischen Philosophen Stefan Lorenz Sorgner, der sich mit ethischen Fragen neuer Technologien auseinandersetzt. Er beschäftigt sich mit dem Konzept des Übermenschen beziehungsweise des erweiterten Menschen und mit der ambivalenten Beziehung zwischen Mensch und Technologie.
Moderation
Nora Hamadi
Land
Frankreich
Jahr
2021
Herkunft
ARTE F
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