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Die NS-Justiz: Recht des Unrechts
103 Min.
Verfügbar bis zum 22. Juni 2026 um 00:00
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Die Zerstörung der traditionellen Rechtsordnung gehört vermutlich zu den weniger bekannten und dennoch wesentlichen Zielen des NS-Staates. Es galt, durch die Unterwerfung des Justizapparates die Vorherrschaft der "Volksgemeinschaft" über den Einzelnen zu etablieren. Die Doku betrachtet die Werdegänge von vier Menschen, die aktiv mitwirkten oder zu Opfern wurden.
Die Zerstörung der traditionellen Rechtsordnung gehört vermutlich zu den weniger bekannten und dennoch wesentlichen Zielen der Nationalsozialisten. Als erbitterte Gegner des römischen Rechts, der Philosophie der Aufklärung und der von der Französischen Revolution getragenen Werte wollten sie ihre Vorstellungen von der Rolle der Justiz um jeden Preis durchsetzen. Die Etablierung einer starken nationalsozialistischen Rechtspflege wurde zur vorrangigen Aufgabe, bildete sie doch die Grundlage der "neuen Welt", die das Tausendjährige Reich hervorbringen sollte. Die Gleichschaltung der Justiz begann in Deutschland und zielte auf die Errichtung einer durch Blut- und Rassegesetze bestimmten Gesellschaft.
Vor der Kulisse von Fritz Langs Film "M" erzählt der Dokumentarfilm die Geschichte der radikalen Umformung der Justiz. An vier Einzelschicksalen werden Triebkräfte und ideologische Hintergründe erforscht. Wie gelang es Hitler und seinen Gefolgsleuten, die Rechtsordnung derart auszuhöhlen und durch die schrittweise Unterwerfung des gesamten Justizapparates die Vorherrschaft der "Volksgemeinschaft" über das Individuum durchzusetzen?
Neben dem Werdegang des bayerischen Scharfrichters Johann Reichhart, der über 3.000 Todesurteile vollstreckte (darunter auch das der Geschwister Scholl), schildert die Dokumentation das Schicksal der Gerichtsreferendarin und Widerstandskämpferin Elisabeth Gloeden, des hochrangigen NS-Juristen und Polizeichefs Werner Best und des Rechtsanwalts und Nazi-Gegners Hans Litten.
In der zwöfljährigen NS-Ära (1933-1945) verhängten Hitlers Gerichte etwa 16.000 Todesurteile, weitere 30.000 wurden von Militärgerichten ausgesprochen. Der Justizterror diente zunächst der Ausschaltung und Vernichtung des inneren Feindes und kündigte zugleich die kommenden Eroberungskriege und den Schrecken des Holocaust an. Die Zerstörung von Recht und Justiz endete 1946 mit den Nürnberger Prozessen und der Einführung neuer internationaler Regeln.
Vor der Kulisse von Fritz Langs Film "M" erzählt der Dokumentarfilm die Geschichte der radikalen Umformung der Justiz. An vier Einzelschicksalen werden Triebkräfte und ideologische Hintergründe erforscht. Wie gelang es Hitler und seinen Gefolgsleuten, die Rechtsordnung derart auszuhöhlen und durch die schrittweise Unterwerfung des gesamten Justizapparates die Vorherrschaft der "Volksgemeinschaft" über das Individuum durchzusetzen?
Neben dem Werdegang des bayerischen Scharfrichters Johann Reichhart, der über 3.000 Todesurteile vollstreckte (darunter auch das der Geschwister Scholl), schildert die Dokumentation das Schicksal der Gerichtsreferendarin und Widerstandskämpferin Elisabeth Gloeden, des hochrangigen NS-Juristen und Polizeichefs Werner Best und des Rechtsanwalts und Nazi-Gegners Hans Litten.
In der zwöfljährigen NS-Ära (1933-1945) verhängten Hitlers Gerichte etwa 16.000 Todesurteile, weitere 30.000 wurden von Militärgerichten ausgesprochen. Der Justizterror diente zunächst der Ausschaltung und Vernichtung des inneren Feindes und kündigte zugleich die kommenden Eroberungskriege und den Schrecken des Holocaust an. Die Zerstörung von Recht und Justiz endete 1946 mit den Nürnberger Prozessen und der Einführung neuer internationaler Regeln.
Regie
Jean-Marie Barrère
Marie-Pierre Camus
Land
Frankreich
Jahr
2023
Herkunft
ARTE F
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