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Pop. Macht. Politik.31 Min.
Verfügbar bis zum 24/02/2029
Wer in Russland die großen Hallen bespielen will, sollte besser ein paar Lobeshymnen auf Putin und die Nation im Repertoire haben. "Tracks East" zeigt die groteske Realität des System-Pops und legt eine Kulturpolitik offen, die Zensur, Patriotismus und politische Inszenierung vereint – und letztendlich zu einer bizarren, systemkonformen Musiklandschaft führt.
Die groteske Realität des System-Pops offenbart eine Kulturpolitik, die Zensur, Patriotismus und politische Inszenierung vereint – und entsprechend zu einer bizarren, systemkonformen Musiklandschaft führt.
In Russland hat die Propagandamaschine neue Musikschaffende hervorgebracht, die die Vorlieben der Jugend mit staatlich geförderten Inhalten verbinden. Newcomerin Bearwolf etwa verkündet in ihrem Song „Ein Krieger allein auf dem Feld“ patriotische Werte, die zur Zeit des Krieges gezielt vermittelt werden. In den Schulen sollen ab 2025 patriotische Lieder unter Anleitung von Künstlern wie Shaman gelehrt werden. Der russische Investigativjournalist Pavel Kanygin untersucht, wie Musik immer häufiger zur Waffe politischer Inszenierung wird.
Auch in Usbekistan wird Musik zunehmend kontrolliert. Das staatliche Uzbekconcert vergibt Lizenzen an Künstlerinnen und Künstler, damit sie öffentlich auftreten dürfen. Wer ohne Lizenz auf Konzerten oder Hochzeiten spielt, riskiert hohe Strafen.
Der Rapper Konsta nutzt „conscious Rap“ als Mittel, um soziale Missstände zu thematisieren, ohne die Zensurbehörden zu provozieren.
Seit Oktober 2022 saß der iranische Rapper Saman Yasin wegen seiner regimekritischen Texte in Haft. Im Zusammenhang mit den Protesten „Frau, Leben, Freiheit“ wurde der aus dem kurdischen Teil Irans stammende Rapper in einem Schauprozess zum Tode verurteilt. Im Gefängnis wurde er schwer gefoltert und misshandelt. Nun ist Saman Yasin frei und in Deutschland angekommen.
Land
Deutschland
Jahr
2025
Herkunft
ZDF
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