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Irak im Kreuzfeuer
60 Min.
Verfügbar bis zum 18/11/2027
Vor elf Jahren entstanden im Irak zahlreiche Gruppen, die als Antwort auf den Ansturm des IS und zum Schutz von Bagdad ausgerufen wurde. Die jungen, vornehmlich schiitischen Kämpfer versammelten sich unter dem Dachverband „Al-Haschd asch-Schaʿbī“. Die Dokumentation gibt Anführern, Sprechern und Kommandeuren der „Al-Haschd asch-Schaʿbī" im Irak das Wort.
Die Dokumentation gewährt Einblicke ins Innerste dieser Gruppen und lässt ihre Anführer, Sprecher und Kommandeure zu Wort kommen. Dabei wird deutlich, wie die irakische Gesellschaft seit einem Jahrzehnt zwischen Krieg und Frieden, zwischen dem Verlangen nach bürgerlicher Freiheit und Gewalt gefangen ist.
Es ist die dritte Dokumentation von Anne Poiret, in der sie sich mit dem Irak nach dem Abzug des IS befasst. In "Mossul, nach der Schlacht" (ARTE, 2019) thematisierte sie die Unmöglichkeiten beim Wiederaufbau der Stadt und in "Kinder des IS – Iraks verlorene Generation" (International Emmy Award 2022) geht es um die Kindersoldaten des Islamischen Staats.
Auch in der vorliegenden Dokumentation blickt die 2007 mit dem Albert-Londres-Preis ausgezeichnete Journalistin, die sich immer wieder mit Nachkriegsgesellschaften befasst, kritisch auf die Zeit nach dem Krieg. Dabei stellt sie universelle Fragen: Wie lassen sich Sieger entwaffnen? Was soll mit Kämpfern geschehen, die ihre Waffen nicht niederlegen wollen?
Im Irak bleiben diese Fragen – wie so häufig – unbeantwortet. Die Milizen, die zu zentralen Akteuren der politischen und gesellschaftlichen Landschaft geworden sind, machen jede Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden zunichte. Solange ihr undurchsichtiges System aus Angst und Waffengewalt, Straflosigkeit und Vergessen fortbesteht, bleibt der Traum von einem friedlichen Irak unerreichbar.
Regie
Anne Poiret
Land
Frankreich
Jahr
2025
Herkunft
ARTE F
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