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Sind wir morgen alle arm?45 Min.
Verfügbar bis zum 02/01/2028
Sendung vom 29/01/2023
Die Bilder von Studierenden, die bei den Tafeln um Lebensmittel anstehen, sind nach Ende der ersten Corona-Welle nicht verschwunden. Ebenso wenig wie die Bilder von Rentnern und alleinerziehenden Müttern, die oft genug gezwungen sind, sich zwischen Heizen und Essen zu entscheiden. Auch Berufstätige bleiben nicht verschont: 12 % von ihnen leben unterhalb der Armutsgrenze, während nach Auskunft der französischen NRO Secours populaire 26 % der Europäer angeben, in prekären Verhältnissen zu leben. Wie kann man diese Geißel der Armut bekämpfen, die alle Länder zu bedrohen scheint?
Berichte von Europäerinnen wie die von Janique, die Armut in der Schweiz erlebt hat, klären über die Ursachen dieses Phänomens auf und zeigen Möglichkeiten es einzudämmen.
Außerdem begrüßt Nora Hamadi zwei Gäste mit sehr gegensätzlichen Ansichten: Die gebürtige Türkin Özlem Demirel kam mit fünf Jahren nach Deutschland und engagierte sich in der Gewerkschaft, bevor sie Europaabgeordnete der Partei „Die Linke“ wurde. Sie ist davon überzeugt, dass man zur Bekämpfung der Armut den Liberalismus in die Schranken weisen muss. Ihr Diskussionspartner ist Nima Sanandaji, der mit acht Jahren aus dem Iran nach Schweden floh und zu einem Fürsprecher des schwedischen und europäischen Liberalismus geworden ist. Er ist Leiter des Think Tanks European Centre for Entrepreneurship and Policy Reform und bezeichnet die Sozialhilfe als „Armutsfalle“.
Die heutige Reportage begleitet die in prekären Verhältnissen lebende Katalanin Carmen durch ihren Alltag. Sie hat sich in Brüssel bei einem Vortrag zum Thema Armut mit europäischen Abgeordneten getroffen, um politisches Handeln einzufordern.
Im Anschluss spricht Nora Hamadi mit Lee Elliot Major. Der ehemalige Punk und Obdachlose wurde zum ersten Professor für soziale Mobilität an der Universität von Exeter berufen.
Regie
Serge Kalfon
Produktion
MAGNETO PRESSE
Moderation
Nora Hamadi
Land
Frankreich
Jahr
2021
Herkunft
ARTE F
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