Re: Flussbaden in der Stadt

2 Min.

Verfügbar ab dem 27/08/2026

TV-Ausstrahlung am Donnerstag, 27. August um 19:40

Im Sommer einfach zur Abkühlung in den Fluss springen – das erschien in den Städten jahrzehntelang undenkbar. Dabei entstand 1760 in Paris die erste europäische Flussbadeanstalt. Doch der zunehmende Schiffsverkehr, die schlechte Wasserqualität und Strömungen machten das Schwimmen in den Flüssen der Städte zum Gesundheitsrisiko. Jetzt erobern die Einwohner ihre Flüsse zurück ...
Nach über 100 Jahren Badeverbot ist das Schwimmen in der Seine wieder möglich. Pünktlich zu den Olympischen Spielen 2024 hat die Stadt Paris mit staatlicher Unterstützung über 1,4 Milliarden Euro in den Umbau der Mischkanalisation investiert, um den Fluss wieder sauber genug zum Baden zu kriegen.
Drei kostenlose Flussbäder gibt es schon, im Flussbad Grenelle jobbt die 22-jährige Sportstudentin Zoé Pubert als Rettungsschwimmerin. Sie muss dafür sorgen, dass sich die Badegäste an die strengen Regeln halten – kein Essen, kein Alkohol, kein Tauchen und wer in der Seine schwimmen will, muss sich zuvor eine Sicherheitsboje um die Hüften binden. Wenn ein Schiff vorbeifährt, müssen zudem alle raus. Auch die Wasserqualität bleibt eine Herausforderung.
Weniger strenge Regeln gibt es in der Aare in Bern. Allerdings ertrinken hier auch im Schnitt fünf bis sechs Badende im Jahr. Deswegen bieten Rettungsschwimmer spezielle Kurse fürs Flussbaden an – mit Tipps für Sicherheit und den gelungenen Ausstieg.
Auch in Budapest soll die Donau wieder zum Badefluss für die Bewohnerinnen und Bewohner werden, vor allem da die Temperaturen im Sommer mittlerweile bis zu 40 °C erreichen. Die Geografin Cecília Lohász setzt sich mit dem Verein Valyo seit Jahren leidenschaftlich dafür ein, den Fluss für die Bevölkerung wieder zugänglich zu machen. Sie hofft, dass Ungarns neuer politischer Kurs auch den Badespaß fördert.

Land

Deutschland

Jahr

2026

Herkunft

ZDF

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