Nächstes Video:
Albéric Magnard: Guercœur - Opéra national du Rhin, StraßburgLeider ist dieses Programm aus rechtlichen Gründen nicht in dem Land, in dem Sie sich befinden, verfügbar.
Tschaikowsky: Die Jungfrau von Orléans
Niederländische Nationaloper, Amsterdam169 Min.
Verfügbar ab dem 12/05/2026
Die roten Linien überschreiten
Nach zwei Opern von Tschaikowski (Eugen Onegin, 2006 am Bolschoi, und Iolanta, 2016 an der Opéra national de Paris) widmet sich Dmitri Tcherniakov nun mit Die Jungfrau von Orléans dem am seltensten aufgeführten Werk des russischen Komponisten. Im Libretto seiner siebten Oper, die 1881 am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg uraufgeführt wurde, hatte Tschaikowski auf zahlreiche Werke zurückgegriffen, die sich mit dem Prozess gegen Jeanne d’Arc befassen, insbesondere auf Schillers Tragödie um die französische Heilige Johanna von Orléans.
In einer drastischen Neuinterpretation, die in Koproduktion mit der Amsterdamer Oper und der Metropolitan Opera in New York entstand, gibt Tcherniakov der französischen Nationalheldin ihre menschliche Dimension zurück. Über die historische Wahrheit hinaus habe er, so der russische Regisseur und Dramatiker, nach der „poetischen Wahrheit“ der Figur gesucht: „Wie hat sie es gewagt, alle roten Linien zu überschreiten und sämtliche Tabus zu brechen?“ In der Auseinandersetzung mit diesen Fragen gestaltet er „jede Szene zu einem Verhör oder zur Rekonstruktion einer Begebenheit aus der Untersuchungsakte. Ereignisse werden neu aufgerollt, verzerrt und verfälscht, in Zeugenaussagen rekonstruiert oder als traumatische Erinnerungen wiedergegeben“. Unter der Leitung des russischen Dirigenten Valentin Uryupin vermitteln die Sopranistin Elena Stikhina in der Titelrolle, der Tenor Allan Clayton (Karl VII.) und der Bariton Andrei Zhilikhovsky (Lionel) in einer Inszenierung von großer Ausdruckskraft die vielfältigen Facetten männlicher Gewalt.
Komponist/-in
Piotr Ilitch Tchaikovski
Inszenierung
Dmitri Tcherniakov
Regie
Andy Sommer
Produktion
BEL AIR MEDIA
Land
Frankreich
Jahr
2025
Auch interessant für Sie
Albéric Magnard: Guercœur
Opéra national du Rhin, Straßburg
Mikko Franck dirigiert Schostakowitsch & Tschaikowsky
Mit Beatrice Rana
Baldassare Galuppi: L'Uomo Femina
Oper Rouen
Die Musik von Fontainebleau im kaiserlichen Theater
Das Orchestre de Chambre de Lausanne spielt Mozart
Mit Ton Koopman & Julia Lezhneva
Festtag bei Jacques Offenbach
Mit Patricia Petibon & Cyrille Dubois
Pascal Dusapin: Antigone
Philharmonie de Paris
Robert Schumann: Das Paradies und die Peri
Konzerthaus La Seine Musicale, Paris
Clara Olivares: Les Sentinelles
Opéra de Bordeaux
Die meistgesehenen Videos von ARTE
Klandestin
Pussy, Pleasure, Power!
Die weibliche Lust in der Popkultur
Mit offenen Karten - Im Fokus
Trump, der Papst und der Katholizismus
Karambolage
Die Solfege-Methode / Deutsche Apotheken / Der Gießkannenhalter
ARTE Journal (20/04/2026)
Straße von Hormus / Angriffe im Südlibanon / Baumwolle aus Benin
ARTE Journal (21/04/2026)
Menschenrechte unter Beschuss / Energiewende und Klimaanpassung
Mit offenen Karten - Im Fokus
Meerengen: Strategische Bedeutung
Re: Europas Abwehrkampf gegen das Kokain
Wie werden wir "Arschlöcher" los?
42 - Die Antwort auf fast alles
Mit offenen Karten - Im Fokus
Bulgarien-Wahl: zwischen EU und Russland