Sofie Fatouretchi alias Sofie Royer steht für eine Form von Pop, die sich Konventionen entzieht und Grenzen überschreitet. Geboren in Kalifornien, mit österreichisch-iranischen Wurzeln, verbindet sie eine klassische Ausbildung an Violine und Komposition mit einem tiefen Verständnis für Pop als kulturelle Sprache. Nach Stationen bei den Wiener Philharmonikern, Stones Throw Records und Boiler Room TV entwickelte sie eine künstlerische Identität, die zwischen Disziplin und Dekonstruktion oszilliert – elegant, experimentell und voller Widersprüche. Ihr drittes Album "Young-Girl Forever” (Stones Throw Records, 2024) wurde von The Guardian als "herausragendes New-Wave-Werk“ gefeiert – eine Reflexion über Weiblichkeit, Selbstinszenierung und die ewige Jugend im Pop. Royer spielt mit Ironie, Pathos und Glamour, ohne ihre musikalische Tiefe zu verlieren. Ihre Stimme und ihre Performances vereinen barocke Theatralik, Clubkultur und Kunstpop zu einem hypnotischen Gesamterlebnis. Beim Reeperbahn Festival Collide 2025 zeigt Sofie Royer die performative Kraft ihres aktuellen Werks: visuell opulent, emotional präzise, zwischen Konzert und Performancekunst. Wo sich sonst Grenzen zwischen Club und Bühne auflösen, verwandelt sie Musik in eine körperliche, fast filmische Erfahrung. Ihre Karriere liest sich wie ein globales Netzwerk aus Musik, Mode und Kunst: Kollaborationen mit Toro Y Moi, Anderson .Paak, Lewis OfMan und Kavinsky, Kompositionen für Audrey Diwans "Emmanuelle” (2024), Auftritte bei BBC, Radio France, ZDF oder KEXP. Dass sie zugleich maßgeschneiderte Performances für Marken wie Chanel, Gucci oder Hermès entwickelt, unterstreicht ihren transdisziplinären Ansatz – Pop als Bühne, Stil als Sprache, Haltung als Konstante. Sofie Royer steht exemplarisch für das Selbstverständnis von Reeperbahn Festival Collide: Künstler*innen, die Klassik, Avantgarde und Pop in einen Dialog bringen – als Bewegung, nicht als Genre. Ihr Auftritt in Hamburg markiert nicht nur die nächste Etappe ihrer Karriere, sondern eine Einladung, Pop neu zu denken: glamourös, selbstreflexiv, grenzenlos.
Aufzeichnung vom 18.09.2025, DOCKS Hamburg