Brüssel, 22. März 2016: Zwei Selbstmordtäter zünden ihre Sprengstoffgürtel am Flughafen Zaventem, kurz danach sprengt sich in der Metro Maelbeek ein dritter in die Luft. Die Bilanz: 32 Tote, hunderte Verletzte und ein ganzes Land in der Schockstarre. "Die langen Schatten einer Katastrophe" blickt zurück auf die inzwischen zehn Jahre zurückliegenden Anschläge und untersucht deren Langzeitfolgen. Jaana, Sandrine, Katrijn, Edmond, Marjan, Christelle, Michel und Louis haben sich bereit erklärt, sich den traumatischen Momenten noch einmal zu stellen, die ihr Leben für immer veränderten. Vor laufender Kamera berichten sie über den Schock, den Aufenthalt im Krankenhaus, die Angst um Angehörige und Freunde, den trägen Amtsschimmel, die langwierige Aufarbeitung und schließlich die Konfrontation mit den Attentätern beim Prozess. Im Gerichtssaal suchen Opfer, Geschworene und Juristen nach Worten für das Unfassbare und nach Gerechtigkeit für das nicht wieder Gutzumachende. Neben den physischen und psychischen Auswirkungen der Ereignisse vom 22. März 2016 zeigt die Dokumentation, was Gewalt in den Familien anrichtet, was sie über unsere Gesellschaft aussagt und wie wichtig es ist, die Anschläge und ihre Opfer nicht zu vergessen.