Mit offenen Karten

Serbien: Zwischen Peking, Brüssel und Moskau?

13 Min.

Available from 23/01/2026

TV-Ausstrahlung am 2026-01-31

Sendung vom 30/01/2026

Serbien steht zwischen Europa und Asien. Präsident Vučić navigiert zwischen EU, Moskau und Peking, während Korruptionsvorwürfe und Proteste das Land erschüttern. Zudem prägen ungelöste Konflikte aus dem Jugoslawienkrieg weiterhin die regionale Politik.

 

Diese Ausgabe von „Mit offenen Karten“ führt nach Serbien, einem Schlüsselland des Balkans an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien. Der serbische Präsident Aleksandar Vučić regiert sein Land wie ein Seiltänzer: offiziell auf EU-Kurs, doch ohne die Sanktionen gegen Moskau mitzutragen, und mit strategischen Avancen in Richtung Peking. Doch neben dem geopolitischen Balanceakt brodelt es im Inneren: Korruptionsvorwürfe untergraben die Legitimität des Regimes, während die Bevölkerung auf die Straße geht. Darüber hinaus hat das Trauma des Jugoslawien-Kriegs der 1990er Jahre immer noch Auswirkungen auf den Balkan und insbesondere Serbien. Zwei Konflikte aus dieser Zeit prägen weiterhin die regionale Politik: der ungelöste Status des Kosovo und die bosnische Republika Srpska. Wladimir Putin nutzt diese Gemengelage skrupellos für seine Einflussnahme in Europa und bedient sich der serbischen Minderheiten für seine Ziele.
Langfristig wird sich das Land für eine Seite entscheiden müssen.

Moderation

Émilie Aubry

Land

Frankreich

Jahr

2025

Herkunft

ARTE F

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