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Als London im Smog verschwand
53 Min.
Verfügbar bis zum 24/09/2026
Dezember 1952. Ein dichter, toxischer Nebel umhüllte London und führte zu 12.000 Todesopfern. Die Tragödie markierte weltweit einen Wendepunkt: Mit einem Schlag wurde das Umweltbewusstsein in den Industrieländern geschärft, die umgehend damit begannen, Gesetze über die Luftreinhaltung zu verabschieden. Die Dokumentation zeigt auf, was sich für aktuelle Umweltkrisen ableiten lässt.
Mit Aussagen von Wissenschaftlern, Historikern und Londoner Bürgern rekonstruiert die Dokumentation im Stundentakt einen der größten Gesundheits-GAUs des 20. Jahrhunderts: stillstehender Personenverkehr, überfüllte Kranken- und Leichenhäuser, eine an Atemnot leidende Bevölkerung. Die Regierung spielte die Gefahr zunächst herunter, dabei stellten Wissenschaftler schon in den darauffolgenden Wochen einen Zusammenhang zwischen der Kohleverbrennung – insbesondere dem giftigen „Nutty Slack“ – und den erhöhten Sterbefällen her. Die Zahl der Todesopfer des Giftnebels stieg von 4.000 auf 12.000 an.
Die Tragödie markierte weltweit einen Wendepunkt: Erstmals erkannte ein Land offiziell die Schäden eines Energiemodells für die öffentliche Gesundheit an. Der im Zuge darauf beschlossene Clean Air Act von 1956 umfasste die Einführung rauchfreier Zonen, den Abbau der Kohleheizung und die Auslagerung von Industrieanlagen aus dem Großraum London und ebnete den Weg für eine moderne Umweltpolitik.
Beeindruckende Archivbilder, historische Analysen und Einschätzungen aus heutiger Sicht zeigen auf, wie eine in Vergessenheit geratene Tragödie zu einem Umdenken führte und beleuchtet, was sich aus der Smog-Katastrophe von 1952 für aktuelle Umweltkrisen ableiten lässt.
Regie
Pierre Sainteny
Land
Frankreich
Jahr
2024
Herkunft
ARTE F
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