(1): Frankreich: Die Seine – Maupassants Obsession
Ein stummes Unbehagen, eine unsichtbare Präsenz verfolgt Guy de Maupassant (1850–1893). Er spürt sie überall. Wie kann es sein, dass der Fluss, den er einst so geliebt hat, die Quelle dieser Qual ist? Mit "Der Horla" (1887) treibt Maupassant seine Obsession mit der Seine auf die Spitze. Der mäandernde, scheinbar so friedliche Fluss inspirierte ihn bereits zu mehreren Werken. Aus den trüben Wassern lässt der Schriftsteller das blanke Schaudern entsteigen. Realität und Fantasie, Vernunft und Wahnsinn sind für Maupassant ebenso trügerisch wie das flimmernde Glitzern des Flusses.
(2): Türkei: Ausflug in den Hammam
In Istanbul sind die beheizten Steinbänke der Hammams seit Jahrhunderten Orte der Begegnung. Unter den sternförmigen Oberlichtern kommen die Menschen zusammen und vertrauen einander ihre Geschichten an. Rund um wichtige Lebensereignisse wie Geburt, Verlobung, Hochzeit oder Beschneidung gehört der Besuch im Hammam vielerorts dazu. In der Türkei ist das Bad bis heute fest im sozialen Leben verankert.
(3): Schweiz: Laras Gemüsekuchen
Auf einer Schweizer Alm bereitet Lara eine Cholera zu, eine überraschend leckere regionale Spezialität. Zunächst schwitzt sie Birnen und Zwiebeln in Butter an und verteilt sie auf einem Mürbeteig. Anschließend belegt Lara ihn mit Äpfeln, Kartoffeln sowie Raclettekäse und bedeckt alles mit einer zweiten Schicht Mürbeteig. Schließlich backt sie den Kuchen eine Stunde lang im Ofen. So kann man sich die Cholera schmecken lassen!
(4): Massachusetts: eine Schriftstellerin sorgt für Aufsehen
In Massachusetts gibt es die älteste Schule für Blinde und Sehbehinderte in den USA: die Perkins School for the Blind. Schon die taubblinde amerikanische Schriftstellerin Helen Keller (1880–1968) besuchte diese Schule. Heute sind ihre Werke auf der ganzen Welt bekannt.