Frachtsegler erobern die Weltmeere

2 Min.

Verfügbar ab dem 22/03/2026

TV-Ausstrahlung am Sonntag, 22. März um 08:05

Die Schifffahrt steht vor einer radikalen Wende: Bis 2050 soll sie klimaneutral werden. Die Lösung? Moderne Frachtsegler, die mit Hightech aus dem Hochseerennsport und digitalem Wetterrouting die Kraft des Windes nutzen. Schiffe wie die Anemos oder Grain de Sail beweisen: Emissionsfreier Transport ist möglich - und die Zukunft gehört dem Wind.
Die Schifffahrtsindustrie steht unter Druck: Sie ist für rund drei Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich und soll bis 2050 klimaneutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen, rückt Windkraft in den Fokus. Derzeit läuft auf den Weltmeeren ein bemerkenswertes Experiment: Es geht um die bestmögliche Nutzung der Windenergie. Weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit startete 2020 in Frankreich der erste moderne Frachtsegler – mit Erfolg.
2024 war das Jahr des modernen Frachtsegelns: Die 81 Meter lange "Anemos" – das derzeit weltweit größte Frachtschiff mit Segelantrieb – lief in Frankreich vom Stapel. Auch der Inselfrachter "Juren AE" für die Marshallinseln, entwickelt von der Hochschule Emden/Leer, liefert den Beweis für eine emissionsfreie Schifffahrt.
Technisch orientieren sich diese Schiffe an den Hightech-Rennjachten von Segelprofis wie Isabelle Joschke und Boris Herrmann. Carbonmasten, optimierte Rümpfe und digitales Wetterrouting ermöglichen schnelle, sichere und effiziente Reisen. Die daraus gewonnenen Innovationen sind richtungsweisend – ganz wie in der Autoindustrie, wo Rennsporttechnologien in Serienfahrzeuge einfließen. Frachtsegler zeigen auf hoher See inzwischen: Es gibt keine Alternative zum Wind, wenn die Schifffahrt klimaneutral werden soll.

Regie

  • Stefan Arens

  • Monika Kovacsics

Land

Deutschland

Jahr

2025

Herkunft

NDR

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