Disco - Soundtrack eines Aufbruchs (1/3)

Aufstand der Tanzenden

1 Min.

Verfügbar ab dem 02/08/2026

TV-Ausstrahlung am Sonntag, 2. August um 22:50

Die dreiteilige Doku zeichnet die Chronologie der Disco-Musik nach. Im ersten Teil geht es um die Geburt von Disco. In den Schwarzen-, Latin- und Gay-Clubs im New Yorker Untergrund entwickelt sich Anfang der 1970er Jahre aus Rhythm 'n' Blues, Funk- und Soul-Einflüssen ein völlig neues Genre, das subversiv und tanzbar zugleich ist.

Auf David Mancusos Loft-Partys, in Clubs wie dem Gallery und Paradise Garage kommen Menschen jeder Hautfarbe und sexueller Orientierung zusammen und feiern gemeinsam das Leben. Diese Orte sind die Vorläufer der ersten Diskotheken. Dort entwickeln DJs wie Nicky Siano oder Larry Levan Skills wie Mixing und Beatmatching und bringen damit die Menge auf dem Dancefloor zum Kreischen. Der charakteristische "Four on the floor"-Schlagzeug-Groove, entwickelt von Earl Young, war bei "The Love I Lost" von Harold Melvin & The Blue Notes im Jahr 1973 zum ersten Mal zu hören.
Auch Songs wie "Soul Makossa" von Manu Dibango, erschienen auf einem kleinen Plattenlabel in Kamerun, gehören zu den frühen Hits der Disco-Ära. Erlaubt ist, was tanzbar ist – ganz egal, woher es kommt. Disco ist damit eine der inklusivsten Szenen überhaupt.
Heute würde man die frühen Discos wohl als sogenannte Safe Spaces bezeichnen, denn Disco ist zunächst der Sound der Ausgegrenzten – der LGBTIQ+*-Community, der Schwarzen, der Hispanoamerikaner und Frauen. Disco wird ihre Waffe im Kampf um Gemeinschaft, Identität und Inklusion. Sie, die Außenseiterinnen und Außenseiter, treiben das neue Genre voran. Der Sound, zu dem sie tanzen, wird bald die Welt erobern.

Regie

Grace Chapman

Land

Großbritannien

Jahr

2022

Herkunft

WDR

Auch interessant für Sie

Die meistgesehenen Videos von ARTE

NotInitialized