Nächstes Video:
Flick Flack - Die Kunst, aus Scheiße Gold zu machenLeider ist dieses Programm aus rechtlichen Gründen nicht in dem Land, in dem Sie sich befinden, verfügbar.
Duchamp, die Baroness und das Urinal
52 Min.
Verfügbar bis zum 07/10/2026
Ein Urinal wurde 1917 anonym an die Society of Independent Artists in New York geschickt und löste einen Skandal aus. "Fountain", das berühmte Ready-made in Form eines Urinals, wird dem Künstler Marcel Duchamp zugeschrieben, doch die Urheberschaft ist umstritten. Die Doku reist nach Berlin, Paris und New York, um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen.
New York, 1917: Für die große Ausstellung der „Society of Independent Artists“ wird ein Pissoir mit dem Titel „Fountain“ und der Signatur „R. Mutt“ eingereicht. Das Auswahlkomitee lehnt das Objekt als „nicht künstlerisch“ ab. Die Avantgarde-Zeitungen nehmen Anstoß an der Zensur und greifen den Eklat auf. Doch in der Welt herrscht Krieg, der Skandal gerät in Vergessenheit – und das Objekt selbst geht schließlich verloren. Die künstlerische Revolution, die „Fountain“ ausgelöst hatte, blieb weitgehend unbemerkt. Erst 1935 gräbt André Breton in einem lobenden Artikel über die Radikalität des Ansatzes den Namen „Fountain“ wieder aus, um ihn dauerhaft mit dem von Marcel Duchamp zu verbinden. Der junge Franzose, der während des Krieges im New Yorker Exil lebte, schuf ab 1916 Kunstwerke aus zweckentfremdeten Dingen, so genannte Ready-mades. Duchamp avancierte zum prominentesten Künstler seiner Generation und gelangte durch die von ihm autorisierten Reproduktionen der verschollenen „Fountain“ zu Wohlstand. Doch einige Jahre nach Duchamps Tod 1968 entdeckte ein Forscher einen Brief des Künstlers an seine Schwester, datiert auf den 11. April 1917: „Eine Freundin hatte unter dem männlichen Pseudonym 'Richard Mutt' ein Pissoir als Skulptur eingeschickt“. Der Brief erregte Aufsehen. Um welche Frau handelte es sich? Die Fachwelt brachte die Baronin Elsa von Freytag-Loringhoven ins Spiel, eine exzentrische, schwer einzuordnende, heute vergessene Vertreterin der Dada-Bewegung aus Deutschland. Die Dokumentation nimmt die Ermittlungen auf und verhilft der verkannten Künstlerin zu neuer Beachtung.
Regie
Justine Morvan
Kévin Noguès
Land
Frankreich
Jahr
2024
Herkunft
ARTE F
Auch interessant für Sie
- Abspielen
Flick Flack
Die Kunst, aus Scheiße Gold zu machen
- Abspielen
Venedig und die Kunst der Macht
Die Geschichte der Biennale
- Abspielen
Tracks
Gemalte Porträts
- Abspielen
François Chaignaud: Kleine Spielerinnen
Mittelalterliches Louvre, Paris
- Abspielen
Twist
Am Meer: Sehnsuchtsort Strand?
- Abspielen
"Sturmhöhe" - Liebe, Hass und Rache
- Abspielen
Jane Austen - Literatur und Leidenschaft
- Abspielen
Twist
Retro-Träume: Mehr als nur Nostalgie?
- Abspielen
Das gebaute Versprechen - Schularchitektur
Die meistgesehenen Videos von ARTE
- Abspielen
"Sturmhöhe" - Liebe, Hass und Rache
- Abspielen
Die Ski-Saga
- Abspielen
Mit offenen Karten - Im Fokus
Japan: Hardlinerin Sanae Takaichi
- Abspielen
Epstein-Skandal: Warum kostet er Persönlichkeiten bis nach Europa den Job?
- Abspielen
Re: Ausländische Ärzte retten deutsche Provinzkliniken
- Abspielen
Kuba: Krise im Vintage Paradies
ARTE Reportage
- Abspielen
Mit offenen Karten - Im Fokus
Portugal - ein offenes Land
- Abspielen
Australiens unbekanntes Paradies
Die Inseln der Torres-Straße
- Abspielen
Claude Chabrol oder die Amour fou
- Abspielen
Mit offenen Karten - Im Fokus
Europäische Union: Alternativen zu Big Tech?
NotInitialized