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Patente für Arzneimittel: Zahlen oder sterben?45 Min.
Verfügbar bis zum 19/09/2027
Sendung vom 16/10/2022
Corona, Aids, Diabetes, Krebs und so weiter.: Impfstoffe und Arzneimittel sind für die Pharmaindustrie ein lukratives Geschäft. Teilweise astronomische Preise verhindern, dass auch arme Menschen angemessen behandelt werden. Wäre eine Aufhebung des Patentschutzes das geeignete Mittel, um den gesundheitlichen Herausforderungen gerecht zu werden?
Darüber debattieren drei Gäste: Pauline Londeix ist Mitbegründerin der Beobachtungsstelle für Arzneimittelpolitik OTMeds. In ihrem Buch „Combien coûtent nos vies“ (dt.: „Wie viel kostet unser Leben?“) stellt sie das Prinzip von Arzneimittelpatenten infrage. Thomas Klit Christensen ist Berater für die dänische Vereinigung LIF, die die Interessen der Pharmaindustrie vertritt. Er hält das Patentsystem für einen Garanten der Innovation, das keinesfalls verändert werden sollte. Sabine Vogler ist Direktorin der Abteilung für Pharmaökologie am österreichischen Public-Health-Institut. Sie koordiniert das WHO-Kooperationszentrum für Arzneimittelpreisbildung und -erstattung.
Ergänzt wird der Austausch durch die Einschätzungen von neun Europäerinnen und Europäern, die sich im Vorfeld der Sendung mit der Frage auseinandergesetzt haben, sowie durch eine Reportage aus Frankreich und Belgien, wo der Pharmakonzern Novartis das Patent auf das neue Krebsmedikament Kymriah zurückgezogen hat. Das Problem: Kymriah ist durch mehrere Patente geschützt.
Im Interview empfängt Nora Hamadi schließlich Peter Drahos, Professor für Jura und Governance am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Mit ihm spricht sie über den Schutz geistigen Eigentums und die Notwendigkeit, ihn zum Wohle der Menschheit aufzuheben.
Moderation
Nora Hamadi
Land
Frankreich
Jahr
2021
Herkunft
ARTE F
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