Sie haben sich über eine App kennengelernt, weil sie eine gemeinsame Vorliebe für die Gastronomie haben. Bei ihrem ersten Date treffen sie sich in einem trendigen Café in Barcelona. Sie arbeitet im Verlagswesen, er ist Informatiker. Beide sind auf der Suche nach einem Sinn. Doch zwischen Unbeholfenheit und Vertrautheit ist es nicht immer leicht, die richtige Distanz zu finden ...
Das Wasser läuft im Mund zusammen
Die Geburt einer Liebesgeschichte: Wenn das Thema auch nicht neu ist, so sind doch die Möglichkeiten damit umzugehen unendlich. Das zeigt einmal mehr diese von Isabel Coixet (Mein Leben ohne mich, Das geheime Leben der Worte, Der Buchladen) erdachte Serie. Sie und Er mögen sich in einer Welt treffen, in der der erste Kontakt aus der Ferne erfolgt und in der Bilder die Gastronomie abgelöst haben, aber die Grundzutaten bleiben dieselben: Worte, Begehren, Zweifel. In dem zeitgenössischen Kontext filmt Isabel Coixet mit kommunikativer Gier und spürt den Gefühlen ihrer Figuren nach, zeigt die Zerbrechlichkeit einer Beziehung in ihrer Anfangsphase. Von Barcelona bis Rom, von Südfrankreich bis Japan nimmt sie Gesichter unter die Lupe, verschafft heimlichen Stimmen Gehör und macht sensibel auf die kleinen Dinge aufmerksam, die alles verändern können. Oberflächlichkeit und Tiefe verbinden sich in einer Schrift von großer Freiheit, um die innere Reise dieser Charaktere auf der Suche nach Wiedergeburt zu erzählen, verkörpert von zwei Schauspielern in vielen Nuancen und mit Großzügigkeit.