Die allseitig reduzierte Persönlichkeit

Nächstes Video

95 Min.
Verfügbar vom 01/03/2021 bis 28/02/2022
Untertitel für Gehörlose

In ihrer Doku-Fiktion schildert die Regisseurin und Hauptdarstellerin Helke Sander aus feministischer Perspektive das allgemeingültige Dilemma einer berufstätigen Frau und alleinerziehenden Mutter im Westberlin der 70er Jahre. Ein Film voller Selbstironie, der seine Aktualität auch heute noch nicht eingebüßt hat.

Edda Chiemnyjewski ist 34, geschieden und Mutter einer Tochter. Sie arbeitet als freie Pressefotografin in Westberlin. Von ihrem Verdienst können sie und ihre Tochter kaum leben. Edda wechselt von einem schlecht bezahlten Job zum nächsten, muss oft bis spätabends arbeiten und nebenbei noch den Haushalt schmeißen und sich um die Bedürfnisse ihres Schulkinds kümmern. So gut es eben geht, versucht sie, ihr Privatleben zu bewahren und gleichzeitig Erfüllung im Beruf zu finden. Aber das Tagespensum, das sie sich auferlegt hat, ist kaum mehr zu schaffen. Edda will ihre Verpflichtungen reduzieren, sich auf Wichtiges konzentrieren und anderes fallenlassen. Für ein vom Berliner Senat gefördertes neues Projekt soll sie gemeinsam mit anderen Fotografinnen eine Ausstellung vorbereiten, die ein Bild von der Stadt zeichnet. Die Fotos sollen zur Werbung für die Stadt genutzt werden und den Tourismus fördern. Doch die Umsetzung gestaltet sich schwierig. Die Frauen liefern mit ihren Fotos ein ganz eigenes, durchaus auch kritisches Bild der Stadt. Damit stoßen sie bald persönlich wie politisch an Grenzen; die Geldgeber sind unzufrieden. Nun müssen die Frauen Wege suchen, um ihre Absichten durchzusetzen, müssen Konflikte angehen. Wie taktieren in der Welt der Männer? Ein Film voller Selbstironie, der von einem geteilten Leben in einer geteilten Stadt erzählt.

  • Regie :
    • Helke Sander
  • Land :
    • Deutschland
  • Jahr :
    • 1978
  • Herkunft :
    • ZDF