Der überkorrekte Matthias Bleuel steckt inmitten einer schweren Midlifecrisis. Nachdem ihn seine Frau verlassen hat und ihn sein Job als Logistikchef eines Leverkusener Modeversandhandels nicht mehr erfüllt, hat ihm gerade noch gefehlt, dass sein Seniorchef beschließt, ihn nach Sibirien zu schicken, um dort die Effizienz der Unternehmensfiliale in Kemerowo zu prüfen.
Schon während eines Zwischenaufenthalts in Nowosibirsk dämmert Bleuel, dass die Dinge in Russland etwas anders gehandhabt werden. Eine resolute Schalterbeamtin verweigert ihm den Weiterflug. Erst als wie durch ein Wunder sein alter Klassenkamerad Holger auftaucht - ein halbseidener Filou, der in Russland Geschäfte macht - kann dieser das „Missverständnis“ mit einigen diskret zugeschobenen Rubeln regeln.
In Kemerowo erwarten Bleuel sein Dolmetscher Artjom und der reichlich übellaunige Fahrer Vladik. Es kommt, wie es kommen muss, wenn deutsche Pedanterie und postsowjetischer Schlendrian kollidieren: Bleuel erleidet einen Kulturschock, und mit Filialleiterin Galina und ihren Angestellten gibt es reichlich Spannungen.
Doch dann hört Bleuel den Gesang der Sängerin Sajana, die der Volksgruppe der Schoren angehört. Fasziniert von dieser Frau und ihrer Kultur verlängert er ganz spontan seinen Aufenthalt und reist mit Artjom an einen entfernten Ort, um Sajana nochmals treffen zu können. Bleuel schafft es nach ein paar Hürden schließlich, die schöne Sajana in ihr Dorf zu ihrer Mutter begleiten zu dürfen. Mit Sajana erlebt er in den Weiten der Tundra eine für ihn ganz neue Welt. Aber die schönen gemeinsamen Tage gehen viel zu schnell vorbei. Doch kann Bleuel nun nach all dem Erlebten wieder in sein altes Leben in Deutschland zurückkehren?