Der rasende Reporter Joseph Rouletabille ist im Internat aufgewachsen. Seine Eltern kennt er nicht, nur das wohlriechende Parfum seiner Mutter ist ihm in Erinnerung. Mit 20 Jahren macht er sich auf die Suche nach der seitdem verschwundenen Frau. Sein treuer Freund Sainclair, Anwalt und Fotograf, begleitet ihn zum „Fort Helene“, einer kleinen Insel mit Schloss, zu dem eine heiße Spur führt. Die Gastgeber unterhalten mit Zaubertricks die kuriose Gesellschaft, die dort versammelt ist: einen Bauchredner, einen kroatischen Adligen, ein Hochzeitspaar und den Butler, der an einem U-Boot baut. Doch nicht nur die Mutter soll gefunden werden – es gilt auch den mysteriösen Tod des Zauberers Naja Bey zu klären, der in seinem Wasserbecken auf offener Bühne ertrunken war. Ein neuer spannender Fall also für den Detektivjournalisten Joseph Rouletabille.
Der französische Kriminalautor Gaston Leroux, der auch das „Phantom der Oper“ schuf, kreierte mit der Figur des Detektivjournalisten Joseph Rouletabille in den 1910er und 20er Jahren eine wichtige Figur der europäischen Kriminalliteratur, die es mit Maigret, Miss Marple und Sherlock Holmes aufnehmen kann.
Der französische Regisseur Bruno Podalydès hat zwei dieser Romane verfilmt: 2003 erschien „Das Geheimnis des goldenen Zimmers“, in dem die Figuren des Fotografen Sainclair und die Familie Stangerson bereits eine Rolle spielen, 2005 dann „Das Parfum der Dame in Schwarz“. Bruno Podalydès hat von Anfang an gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Denis gedreht: Bruno schreibt stets das Drehbuch und führt Regie, Denis spielt jeweils eine Hauptrolle. Dabei ergänzen sich Brunos Liebe zum Detail und zum leisen Witz mit der energiegeladenen, aber sensiblen Art seines Bruders.