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Re: Rausschmeißer gegen Hausbesetzer in Spanien
30 Min.
Verfügbar bis zum 29/03/2031
Sendung vom 30/03/2026
In Spanien fehlt in vielen Regionen bezahlbarer Wohnraum, und immer wieder besetzen Menschen Häuser und Wohnungen. Die Rechtslage ist komplex, Gerichtsverfahren langwierig. Deshalb engagieren viele geschädigte Eigentümer private Räumungsfirmen, deren manchmal rabiate Methoden zunehmend Kritik hervorrufen.
Granada steht exemplarisch für die Wohnungskrise in Spanien: Die Immobilienpreise sind drastisch gestiegen, Ferienwohnungen in der beliebten Altstadt verknappen den Wohnraum. Noch leerstehende Wohnungen und Häuser sind ein attraktives Ziel für Besetzer – und sind die "okupas" einmal drin, ist es für Eigentümer schwer, sie wieder rauszubekommen. Gerichtsverfahren können Jahre dauern.
Für Wohnraum-Aktivistin Clara Martínez, eine Ikone der Besetzer-Bewegung, ist Spekulation der Hauptgrund für den Leerstand. Auch deshalb hält sie Häuserbesetzungen für legitim: "Es ist doch würdiger, wenn Menschen Häuser besetzen, als wenn sie mit ihren Kindern auf der Straße leben."
Ángela Mendoza sieht das anders. Sie leitet seit rund fünf Jahren eine private Räumungsfirma und verdient ihr Geld damit, Hausbesetzer vor die Tür zu setzen. Für Ángela ist das Recht auf Privateigentum in Spanien nur unzureichend geschützt: "Eigentümer sollten das Recht haben, auf ihre Wohnungen zugreifen zu können, wann immer sie das wollen."
Die Rechtslage ist in Spanien komplex, und die Justiz braucht teilweise Jahre, um die Klagen von Eigentümern oder Besetzern zu bearbeiten. Ángela setzt auf überraschende und auch wiederholte Hausbesuche mit ihren "chicos", durchtrainierte, schwarzgekleidete und respekteinflößende Männer.
Die privaten Räumungsfirmen sind umstritten. Einigen werden Einbruch, Nötigung und Körperverletzung vorgeworfen. Doch solange die Gerichte nur schleppend arbeiten, hat die Nachfrage nach privaten Rausschmeißern in Spanien weiter Konjunktur.
Land
Deutschland
Jahr
2026
Herkunft
ZDF
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