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Kann man Hoffnung trainieren?30 Min.
Verfügbar bis zum 28/02/2027
Sendung vom 01/03/2026
Hoffnung scheint in einer Welt der Polykrisen und Bedrohungen naiv zu sein. Und doch gilt: Wer nicht mehr hoffen kann, hat aufgegeben. In Kunst, Musik, Bildern und Performances wird sie immer häufiger zum Thema. "Twist" fragt warum? Wie denken Künstler und Künstlerinnen über Hoffnung? Wie drücken sie sie aus? Und was lässt sie hoffen?
Hoffnung und Zuversicht sind wie Grashalme: fragil, unscheinbar – und dennoch etwas, woran wir uns festhalten können, wenn permanente Alarmbereitschaft Angst zum Grundgefühl macht. Gleichzeitig steht Hoffnung in einer Welt der Polykrisen unter Verdacht, naiv oder vereinfachend zu sein. In Kunst, Musik und Performances bricht sie sich Bahn. "Twist" fragt, was Hoffnung heute sein kann. Nur Träumerei oder Widerstand?
In dem Stück "Hope" spielt der niederländische Theatermacher Guy Weizman mit seiner Truppe NITE verschiedene Szenarien der Hoffnung durch, bis sie als trainierbarer Muskel erscheint. Radikal anders: Die iranische Filmemacherin Mahnaz Mohammadi, mehrfach inhaftiert für ihren Widerstand gegen das Mullah-Regime. Für sie entsteht Hoffnung durch Handeln im Hier und Jetzt, wie in ihrem Film "Roya", der auf der Berlinale gezeigt wird.
Der Künstler Tomás Saraceno verbindet Hoffnung mit ethischer Verantwortung: In Projekten mit indigenen Gemeinschaften lernt er von Spinnennetzwerken. Hoffnung heißt hier: handeln, Gemeinschaft stärken, Untergangserzählungen kreativ entgegensetzen.
In digitalen Netzwerken wird Hoffnung ästhetisch: Unter #hopecore kursieren Clips mit Dur-Musik, die Zuversicht ohne Analyse wecken. Der Musiker Anatole Muster macht das hörbar: Sein Album Hopecore erzeugt Leichtigkeit, ohne die Schwere zu leugnen. Das Street-Art-Duo Various & Gould trägt Hoffnung in die Stadt, mit bunten Murals für Vielfalt und Solidarität, als bewusste Entscheidung gegen Resignation.
Redaktion
Regina Rohde
Land
Deutschland
Frankreich
Spanien
Jahr
2026
Herkunft
WDR
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