Leider ist dieses Programm aus rechtlichen Gründen nicht in dem Land, in dem Sie sich befinden, verfügbar.

Mehr Infos

Retten Bäume den Planeten?

89 Min.

Verfügbar bis zum 19/06/2026

Die Dokumentation geht in Europa, Afrika und Südamerika der Frage nach, welche Interessen sich hinter den gigantischen Aufforstungskampagnen verbergen, die überall auf der Welt im Namen des Naturschutzes in industriellem Maßstab vorangetrieben werden. Welche Nachteile und Gefahren sind damit verbunden? 

Noch nie zuvor wurden auf der Erde so viele Wälder gepflanzt wie heute. Seit mehreren Jahrzehnten und insbesondere seit dem Pariser Klimaabkommen von 2015 ist massive Aufforstung die erklärte Strategie im Kampf gegen Waldrodungen, Artensterben und Klimawandel. Doch hinter den vermeintlichen Umweltzielen verbergen sich meist riesige Monokulturplantagen für industrielle Zwecke.
Das gilt auch für den Zehnjahresplan, den Emmanuel Macron in Frankreich auf den Weg gebracht hat und der bis 2032 die Anpflanzung von einer Milliarde Bäumen vorsieht. Weltweit fallen der subventionierten Aufforstung mit Eukalyptusbäumen und Douglasien nach und nach Millionen Hektar Naturräume wie Savannen und Naturwälder zum Opfer. Die schnell wachsenden Baumarten haben einen hohen Wasserverbrauch und schaden der Biodiversität. Außerdem sind sie anfälliger für vom Klimawandel verursachte Risiken, allen voran Parasitenbefall und Megafeuer. Die Waldbrände in Südportugal im Jahr 2017, bei denen 119 Menschen ums Leben kamen, sind ein Beispiel dafür.
Andere Aufforstungsprogramme setzen auf Diversifizierung. Das spektakulärste unter ihnen ist die von Donald Trump und vielen internationalen Institutionen unterstützte Initiative "1 Trillion Trees". Sie wurde von der deutschen NGO "Plant for the Planet" ins Leben gerufen und soll durch die Aufforstung einer Fläche, die so groß wie die Vereinigten Staaten ist, zwei Drittel des weltweit freigesetzten CO₂ binden können. Das Programm wurde in den Medien gefeiert, doch ein Großteil der Forschergemeinde stellt seine wissenschaftlichen Grundlagen und die angestellten Berechnungen infrage. Trotz dieser Kritik wächst die Zahl der durch CO₂-Ausgleichsinstrumente finanzierten Aufforstungsprojekte weiter an.
Mithilfe dieser Mechanismen können Unternehmen ihre CO2-Emissionen durch den Kauf von CO2-Zertifikaten kompensieren. Der Wert dieser Zertifikate richtet sich nach den aufgeforsteten Flächen. Viele dieser Projekte werden in Ländern des Globalen Südens durchgeführt und führen dort zu Enteignungen der einheimischen Bevölkerung.

Regie

François-Xavier Drouet

Land

Frankreich

Jahr

2025

Herkunft

ARTE F

Auch interessant für Sie

Die meistgesehenen Videos von ARTE

NotInitialized