Zum 50. Todestag von Jean Gabin zeigt die Dokumentation ein wenig bekanntes Kapitel aus dem Leben des berühmten französischen Schauspielers, der sich unter seinem Geburtsnamen Jean Moncorgé dem französischen Widerstand anschloss.
1939 steht Gabin mit Filmen wie "Hafen im Nebel", "Bestie Mensch" und "Der Tag bricht an" auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Bei Kriegsausbruch hat er gerade wieder mit Dreharbeiten begonnen. Er weigert sich, für die im besetzten Paris von Joseph Goebbels gegründete Produktionsfirma Continental Films zu arbeiten, und wandert 1941 in die USA aus. Dort begegnet er Marlene Dietrich. Sie werden eines der schillerndsten Liebespaare der Filmgeschichte. Doch das FBI überwacht Dietrich, weil es sie für eine Spionin hält, und auch Gabin wird der Sympathie mit dem Regime in Vichy verdächtigt.
In den USA dreht Gabin "Nacht im Hafen" für die 20th Century Fox und "The Impostor", eine Würdigung des gegen die NS-Besatzung kämpfenden Frankreichs. Doch die Leinwand reicht dem Schauspieler nicht mehr: Unter seinem Geburtsnamen Jean Moncorgé tritt er den Widerstandsstreitkräften bei.
Der Krieg prägte Gabin zutiefst. Nie wieder wollte er in einem Kriegsfilm spielen: "Krieg ist kein Kino". Die Kriegserfahrung beeinflusste auch seine Art zu arbeiten, er blieb fortan demselben Filmstab treu.
Mit Archivaufnahmen, zum Teil unveröffentlichten Briefen und persönlichen Dokumenten aus dem Besitz der Familie Moncorgé zeigt Patrick Jeudy die Zeit des Engagements von Jean Gabin.