Re: Asbest-Alarm in Österreich

2 Min.

Verfügbar ab dem 05/10/2026

TV-Ausstrahlung am Montag, 5. Oktober um 19:40

Sendung vom 05/10/2026

Asbest gilt als Gift der Vergangenheit. Doch im österreichischen Burgenland lagert das krebserregende Mineral noch heute in Steinbrüchen – und landet auf Straßen, in Wohngebieten und sogar im Ausland. Während Behörden Entwarnung geben, suchen Aktivisten nach dem Ausmaß der Belastung. Eine Recherche über ein gefährliches Erbe und die Frage, wer Verantwortung übernimmt.

Die Verarbeitung von Asbest ist wegen gesundheitlicher Risiken in der EU und vielen weiteren Ländern verboten. Doch im österreichischen Burgenland kommt 2026 heraus: In mehreren Steinbrüchen wurde Serpentinit abgebaut, das Asbest enthalten kann. Das Gestein wurde über Jahre als Schotter, Streusplitt oder Straßenbelag verwendet – und damit großflächig verteilt.

Nach der Schließung von vier Steinbrüchen beginnt die Suche. Stefan Stadler von Greenpeace und sein Investigativ-Team nehmen Proben und finden Asbest auf Straßen und Parkplätzen. Die Spur führt bis ins ungarische Szombathely. Dort sind Wohngebiete betroffen, in denen Familien mit kleinen Kindern leben. Straßen müssen wegen des giftigen Staubs bewässert und belastete Flächen saniert werden.

Wie groß die gesundheitliche Gefahr ist, darüber gehen die Einschätzungen auseinander. Die Behörden im Burgenland sehen aufgrund eigener Luftmessungen keine unmittelbare Gefährdung. Greenpeace fordert dagegen weitere Untersuchungen. Das Problem: Außer an Arbeitsplätzen gibt es keinen gesetzlichen Grenzwert für Asbest in der Außenluft.

Nicole und Dietmar Cseh sind persönlich betroffen. Ihr Haus liegt nur wenige Kilometer von einem geschlossenen Steinbruch entfernt. Experten haben im Streusplitt vor ihrem Haus Asbest nachgewiesen. Das Paar sieht sich demselben Gift ausgesetzt, an dem Nicole Csehs Vater gerade verstorben ist. Als Elektriker hatte er jahrzehntelang mit Asbest auf Baustellen zu tun, als das Material noch ganz legal verbaut wurde.

Land

Deutschland

Jahr

2026

Herkunft

ZDF

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