(1) Belfast: Die verlorene Sorglosigkeit des Kenneth Branagh
Die Kindheit ist für viele eine wertvolle Zeit, die man am liebsten wie in einer Schneekugel festhalten würde. Für den aus Belfast stammenden Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor Kenneth Branagh könnte man sich da ein Nordirland-Idyll vorstellen. Allerdings würden beim Schütteln keine Schneeflocken wirbeln, sondern Asche – und zwar die von Explosionen. Ende der 1960er Jahre war dies Alltag in der nordirischen Stadt. In seinem autobiografisch geprägten Film "Belfast" schildert Branagh den Verlust kindlicher Sorglosigkeit vor dem Hintergrund des Nordirland-Konflikts.
(2) Auf den Spuren des Savoyer Schmuggels
Jahrhundertelang verlief zwischen der französischen Haute-Savoie und der Schweiz eine rege Schmuggelroute. Mit illegalen und vor allem einfallsreichen Handelsgeschäften trotzten die Einwohner den Behörden. Kaum eine Savoyer Familie mischte nicht bei dem Grenzschmuggel mit. Wann genau dieser begann, ist unklar, aber vieles spricht dafür: Die Aktivität war nicht nur finanziell motiviert, sondern war vor allem Widerstand gegen für ungerecht befundene Entscheidungen.
(3) Montenegro: Božidars würzige Hackfleischröllchen
In Tivat bereitet Božidar Ćevapi genannte Hackfleischröllchen und Krapfen zu. Er beginnt mit dem Krapfen-Teig bestehend aus Eiern, Mehl, Joghurt und Essig, den er vor dem Frittieren etwas ruhen lässt. Auf dem Grill wendet er die Ćevapi und Zwiebeln, die durch den Fleischsaft ein besonderes Aroma entfalten. Mit einem frischen Salat rundet Božidar das Gericht ab. Ein authentisches und großzügiges Gericht – ganz wie der Koch.
(4) Kanada: Ein seltsames Spiel
In der von Wolkenkratzern geprägten Metropole wiederholt sich seit mehr als 100 Jahren ein seltsames Spiel. Ein winziger Eindringling zwingt Toronto immer wieder in die Knie. Wenn die Stadt den Krieg erklärt, gibt es Opfer in sechsstelliger Höhe …