Die Saat des heiligen Feigenbaums

1 Min.

Verfügbar ab dem 13/05/2026

TV-Ausstrahlung am Mittwoch, 13. Mai um 21:55

Teheran im Herbst 2022: Iman steigt am Revolutionsgericht zum Ermittlungsrichter auf, während die Jina-Proteste im Land eskalieren. Als seine Dienstwaffe verschwindet, verdächtigt er die eigene Familie und löst damit eine Kette aus Misstrauen, Kontrolle und Gewalt aus. Politthriller von Mohammad Rasoulof (2024).

Iman wird zum Ermittlungsrichter am Revolutionsgericht in Teheran befördert – ein Karriereschritt, der seiner Familie Hoffnung auf Sicherheit und sozialen Aufstieg gibt. Doch zeitgleich erschüttert eine Protestwelle das Land. In der Behörde wird Iman unter Druck gesetzt, Entscheidungen im Akkord zu treffen und Unterschriften zu leisten, die über Freiheit und Leben bestimmen, ohne ausreichend Einblick in die Fälle zu haben. Je mehr er sich dem System anpasst, desto stärker wächst die Anspannung, die er mit nach Hause nimmt.
Während seine Frau Najmeh versucht, den Familienfrieden zu wahren, erleben die Töchter Rezvan und Sana die Realität der Straße und der sozialen Netzwerke. Die beiden Mädchen beginnen, das System zu hinterfragen: Offizielle Nachrichten stehen für sie unvereinbar neben Gerüchten, Videos und Erlebnissen in Schule und Universität. Als eine Freundin der Töchter bei einer Demonstration schwer verletzt wird und die staatliche Repression immer näher rückt, verschieben sich die Grenzen dessen, was in der Wohnung gesagt und verschwiegen werden darf.
Der Wendepunkt kommt, als Imans Dienstwaffe plötzlich verschwindet. Aus Angst vor Konsequenzen und getrieben von Paranoia beginnt er, seine Frau und Töchter zu verdächtigen, ihre Handys einzusammeln, die Regeln zu verschärfen und sie unter Druck zu setzen. Was als Versuch beginnt, die Familie zu schützen, wird zur Zerreißprobe: Vertrauen wird zum Verhör, Nähe zur Überwachung, und der private Raum spiegelt immer deutlicher die Gewalt eines Staates, der jede Abweichung bestraft.

Mit

  • Soheila Golestani (Najmeh)

  • Misagh Zare (Iman)

  • Setareh Maleki (Sana)

  • Mahsa Rostami (Rezvan)

Regie

Mohammad Rasoulof

Drehbuch

Mohammad Rasoulof

Produktion

  • Run Way Pictures

  • Parallel45

  • ARTE France Cinéma

Produzent/-in

Mohammad Rasoulof

Kamera

Pooyan Aghababaei

Schnitt

Andrew Bird

Musik

Karzan Mahmood

Land

  • Deutschland

  • Frankreich

Jahr

2024

Herkunft

ARTE F

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