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31 Min.
Verfügbar bis zum 03/12/2030
Sendung vom 05/12/2025
Rumänien war einst eine führende Nation im Turnsport. Doch hinter den Erfolgen der zahlreichen Welt- und Olympiasiegerinnen standen nicht nur Gelenkigkeit und eiserne Disziplin, sondern auch psychischer Druck, Demütigungen oder sogar körperliche Gewalt. Ehemalige und aktive Athletinnen brechen ihr Schweigen, denn fragwürdige Trainingsmethoden gelten zum Teil bis heute.
„Erholung gab es kaum. Manchmal habe ich mich gefragt, wie ich überhaupt bis zum Ende der Woche durchhalten soll.”, so erinnert sich die ehemalige Olympiasiegerin Maria Olaru an ihre Jahre im Leistungssport. Sie war Teil des legendären rumänischen Turnteams um Nadia Comăneci, das lange die Weltbühne dominierte. In ihren Erinnerungen berichtet sie über Schläge, Druck und Demütigungen und löst damit einen nationalen Skandal aus. Viele ehemalige Trainer wiesen die Vorwürfe zurück, einige Medien bezeichneten sie als Verräterin.
„Es ist Zeit, dass sich etwas ändert“, sagt Carmen Vlaicu. Sie hat in Rumänien den ersten Verein gegründet, der sich gegen Missbrauch im Leistungssport einsetzt, denn bislang fehlte eine unabhängige Stelle, die solche Fälle untersucht. Immer wieder hört Carmen von Erniedrigungen, körperlicher Gewalt und psychischem Druck. Trainer stehen im Verdacht, junge Athletinnen jahrelang psychisch und körperlich misshandelt zu haben. Carmens dreizehnjährige Tochter Ilinca treibt selbst Rhythmische Sportgymnastik. Die Liebe zu diesem Sport verbindet Mutter und Tochter, auch wenn Carmen weiß, welche Gefahren er birgt.
Die Fälle in Rumänien stehen exemplarisch für ein Problem im internationalen Leistungssport. Die deutsche Ex-Turnerin Michelle Timm fordert: „Turnen darf nicht die eigenen Grenzen zerstören – sondern soll sie erweitern. So könnten Turnerinnen und Turner auch mit 30 Jahren noch an Olympischen Spielen teilnehmen.“ Als Trainerin versucht Michelle, neue Wege zu gehen und setzt sich für einen kindgerechten Ansatz im Turnsport ein.
Land
Deutschland
Jahr
2025
Herkunft
ZDF
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