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Es ist Zeit, “terrestrisch” zu werden
93 min
Disponible jusqu'au 21/08/2026
Der französische Philosoph Bruno Latour (1947-2022) erlangte unter anderem durch seine Beschäftigung mit ökologischen Fragen weltweit Bekanntheit. Er verstarb 2022, doch seine Arbeiten sind weiterhin präsent. Sie inspirieren Menschen, ihre Umwelt zu beschreiben, Abhängigkeitsverhältnisse zu erforschen und auf ihre Weise zur Entstehung einer "ökologischen Klasse" beizutragen.
Bruno Latour (1947-2022) war ein französischer Philosoph und Soziologe. In seinen letzten Lebensjahren standen Natur und Umwelt im Mittelpunkt seiner Arbeit. In Latours Ausführungen über ein „neues Klimaregime“ befasste er sich mit der Gaia-Hypothese und dem Konzept des Anthropozäns: Latour vertrat den Standpunkt, dass der Mensch ein besserer Bewohner des Planeten Erde werden müsse – durch ein tieferes Verständnis für naturbezogene Abhängigkeiten und die Kluft zwischen der „Welt, in der wir leben“ und der „Welt, von der wir leben“.
Auch nach seinem Tod 2022 blieben Latours Überlegungen präsent. Die Regisseure Raphaël Girardot und Vincent Gaullier schlagen eine Brücke zwischen den Theorien des Philosophen und den Gedanken einer Gruppe von „Erdlingen“. Laurence, Jérôme, Oumy und andere befinden sich auf einem Feld in der Bretagne, in einer Stadt in Belgien, einem Hafen im Senegal oder in den südfranzösischen Alpen und beschreiben, inwiefern sie von ihrer Umwelt abhängig sind und welche Lebensgrundlagen die Erde ihnen bietet. Dabei versuchen sie, Geologie, Biologie und Soziologie miteinander zu vereinen und sich gemeinsam ökologischen Herausforderungen zu stellen. Ihnen allen ist gemein, dass sie sich dem „Terrestrischen“ zuwenden und zur Entstehung einer sogenannten ökologischen Klasse beitragen – eben jene Entwicklung neuer Handlungsperspektiven, die der Philosoph Latour zu Lebzeiten herbeiwünschte, um die Bewohnbarkeit der Welt zu bewahren.
Die Dokumentation ist eine Einladung, sich mit weitreichenden und vielgestaltigen ökologischen Denkanstößen auseinanderzusetzen, und zwar aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Viele der im Film gezeigten Landschaften – ein Fluss, der über die Ufer tritt, ein Wald im französischen Zentralmassiv, ein Strand in der Abenddämmerung – zeugen von einer sinnlich-poetischen Herangehensweise. Sie bieten Raum für Auszeiten, in denen man sich treiben lassen kann.
Auch nach seinem Tod 2022 blieben Latours Überlegungen präsent. Die Regisseure Raphaël Girardot und Vincent Gaullier schlagen eine Brücke zwischen den Theorien des Philosophen und den Gedanken einer Gruppe von „Erdlingen“. Laurence, Jérôme, Oumy und andere befinden sich auf einem Feld in der Bretagne, in einer Stadt in Belgien, einem Hafen im Senegal oder in den südfranzösischen Alpen und beschreiben, inwiefern sie von ihrer Umwelt abhängig sind und welche Lebensgrundlagen die Erde ihnen bietet. Dabei versuchen sie, Geologie, Biologie und Soziologie miteinander zu vereinen und sich gemeinsam ökologischen Herausforderungen zu stellen. Ihnen allen ist gemein, dass sie sich dem „Terrestrischen“ zuwenden und zur Entstehung einer sogenannten ökologischen Klasse beitragen – eben jene Entwicklung neuer Handlungsperspektiven, die der Philosoph Latour zu Lebzeiten herbeiwünschte, um die Bewohnbarkeit der Welt zu bewahren.
Die Dokumentation ist eine Einladung, sich mit weitreichenden und vielgestaltigen ökologischen Denkanstößen auseinanderzusetzen, und zwar aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Viele der im Film gezeigten Landschaften – ein Fluss, der über die Ufer tritt, ein Wald im französischen Zentralmassiv, ein Strand in der Abenddämmerung – zeugen von einer sinnlich-poetischen Herangehensweise. Sie bieten Raum für Auszeiten, in denen man sich treiben lassen kann.
Regie
Raphaël Girardot
Vincent Gaullier
Land
Frankreich
Jahr
2024
Herkunft
ARTE F
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