Meine Straße in Warschau: Die Wilcza

2 Min.

Verfügbar ab dem 19/07/2026

TV-Ausstrahlung am Dienstag, 21. Juli um 00:40

Die Wilcza, eine kleine Straße im Zentrum von Warschau, verwandelt sich in ein kaleidoskopisches Porträt der polnischen Gesellschaft. Hinter der Kamera steht ein indischer Einwanderer, der die Distanz zwischen sich und einem von Widersprüchen geprägten Land zu überwinden versucht. Eine poetische wie humorvolle Reflexion über Verlust, Heimat und europäische Migrationspolitik.
Der indische Filmemacher Arjun Talwar ist vor mehr als zehn Jahren nach Polen immigriert, hat aber immer noch Schwierigkeiten, in diese Welt zu passen. Die "Ulica Wilcza", die Straße, in der er lebt, macht es ihm nicht gerade leicht. Um seine Integration voranzutreiben und in der Hoffnung, dabei sein eigenes Fremdheitsgefühl zu überwinden, beginnt er, seine Nachbarn zu filmen und seine Beziehungen zu ihnen auf die Probe zu stellen.
Mit Hilfe seiner Freundin Mo, ebenfalls eine eingewanderte Filmemacherin, entdeckt Arjun verborgene Geheimnisse der Nachbarschaft und ihrer Bewohner. Er lernt Menschen kennen, die wie er zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen imaginierter und echter Heimat leben. Wie ein unsichtbares Band verbindet die Straße sie alle und spendet Trost in der Melancholie des Alltags.
Entlang dieses kilometerlangen Bandes entsteht ein Bild des modernen Europas, ein Kaleidoskop von Widersprüchen und Ängsten. Einem Land, das oft als homogen, abweisend und unter der damaligen Regierung der rechtspopulistischen PiS-Partei (ʺPrawo i Sprawiedliwośćʺ/ʺRecht und Gerechtigkeitʺ) politisch rechts wahrgenommen wird, wird hier von einem ausländischen Filmemacher der Spiegel vorgehalten.
Der preisgekrönte Dokumentarfilm feierte seine Weltpremiere auf der Berlinale 2025 und lief danach erfolgreich auf vielen weiteren Festivals.

Regie

Arjun Talwar

Land

  • Deutschland

  • Polen

Jahr

2024

Herkunft

ZDF

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