Leider ist dieses Programm aus rechtlichen Gründen nicht in dem Land, in dem Sie sich befinden, verfügbar.
Zucker: Genuss um welchen Preis? (2/2)
55 Min.
Verfügbar bis zum 05/05/2026
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hing die Zukunft des Zuckers vom Schicksal des amerikanischen Imperialismus ab. Damals wie heute kontrollierten Zuckerkonzerne Landflächen, hielten die Ausbeutung der Arbeitskräfte aufrecht und zerstörten Ökosysteme. Ist die Befreiung vom Joch des Zuckers und dem damit verbundenen Unrecht überhaupt möglich?
Das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert des Zuckers – zumindest aus amerikanischer Sicht. Konsum und Produktion stiegen rasant an: Innerhalb eines Jahrhunderts nahm der Zuckerkonsum um das 30-fache zu. Grund hierfür war die ab Ende des 19. Jahrhunderts einsetzende Nahrungsmittelrevolution in den USA: Lebensmittel wurden von nun an industriell hergestellt, mit Zucker gesüßt und haltbar gemacht.
Zuckerwirtschaft und amerikanischer Imperialismus gingen ab jetzt Hand in Hand. Hawaii, Puerto Rico und vor allem Kuba wurden von den USA kontrolliert oder im Namen des Zuckers sogar annektiert. Ab den 1950er Jahren litt die Rohrzuckerwirtschaft in Übersee unter der Konkurrenz des europäischen Rübenzuckers und brach bald zusammen. Eine Befreiung brachte dieser Niedergang für die karibische Bevölkerung jedoch nicht.
Fernab von den Augen der abhängig gewordenen Verbraucherinnen und Verbraucher stützt sich die Industrie bis heute auf die Ausbeutung wehrloser Arbeitskräfte und eine umwelt- und gesundheitsschädliche Bodennutzung. In Brasilien, Kuba, der Dominikanischen Republik und der Trump-Hochburg Florida wird weiter für die Menschenwürde und den Umweltschutz gekämpft. Aktivistinnen und Aktivisten, Gewerkschaftsmitglieder und Privatpersonen engagieren sich in der Hoffnung, dem Diktat der Konzerne etwas entgegensetzen zu können. Die Frage, ob die Befreiung vom Joch des Zuckers möglich ist, bleibt aktueller denn je.
Zuckerwirtschaft und amerikanischer Imperialismus gingen ab jetzt Hand in Hand. Hawaii, Puerto Rico und vor allem Kuba wurden von den USA kontrolliert oder im Namen des Zuckers sogar annektiert. Ab den 1950er Jahren litt die Rohrzuckerwirtschaft in Übersee unter der Konkurrenz des europäischen Rübenzuckers und brach bald zusammen. Eine Befreiung brachte dieser Niedergang für die karibische Bevölkerung jedoch nicht.
Fernab von den Augen der abhängig gewordenen Verbraucherinnen und Verbraucher stützt sich die Industrie bis heute auf die Ausbeutung wehrloser Arbeitskräfte und eine umwelt- und gesundheitsschädliche Bodennutzung. In Brasilien, Kuba, der Dominikanischen Republik und der Trump-Hochburg Florida wird weiter für die Menschenwürde und den Umweltschutz gekämpft. Aktivistinnen und Aktivisten, Gewerkschaftsmitglieder und Privatpersonen engagieren sich in der Hoffnung, dem Diktat der Konzerne etwas entgegensetzen zu können. Die Frage, ob die Befreiung vom Joch des Zuckers möglich ist, bleibt aktueller denn je.
Regie
Mathilde Damoisel
Land
Frankreich
Jahr
2025
Herkunft
ARTE F
Auch interessant für Sie
Hat uns die Sklaverei rassistisch gemacht?
42- Die Antwort auf fast alles
Macht Zucker dumm?
42 - Die Antwort auf fast alles
Nelken für die Revolution
Anpfiff
Cricket – Erbe des Imperialismus
Square Idee
Verändert die Demografie die Welt und das 21. Jahrhundert?
Re: Die Tee-Pioniere aus Georgien
Tracks
Koloniale Raubkunst - Aus den Museen befreit
Traumschiffe des Sozialismus - Kreuzfahrten in der DDR
Der Gigant - Die legendäre Antonov
Die Geschichte des größten Flugzeugs der Welt
Die meistgesehenen Videos von ARTE
ARTE Journal - 28/02/2026
Neuer Krieg im Mittleren Osten?
Iran: Revolutionsführer Ali Chamenei ist tot
Epstein-Files: Macht, Geld und Menschenhandel
Das Leben der Amish
Hat der Iran noch Verbündete?
ARTE Journal - 01/03/2026
Iran: Was passiert nach Chameneis Tod?
Israel und USA greifen Iran an
Twist
Kann man Hoffnung trainieren?
Agree to Disagree!
ADHS – Problem im Kopf oder im System?
Offener Krieg zwischen Pakistan und Afghanistan
NotInitialized