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Ungarn, weit weg von Budapest
53 Min.
Verfügbar bis zum 30/12/2044
Wenn man die aktuelle politische und soziale Situation in Ungarn verstehen will, muss man Budapest hinter sich lassen. Dieser Film taucht tief in das Leben einer kleinen ehemaligen Industriestadt im Osten des Landes ein. Hier haben sich die Versprechungen der Demokratie nicht erfüllt.
Wie funktioniert Ungarn heute? Das lässt sich besonders gut auf dem Land beobachten. Die Dokumentation taucht tief in das Leben einer Kleinstadt ein, die in vieler Hinsicht weit weg von der Hauptstadt Budapest ist: Tiszavasvári, eine ehemalige Industriestadt mit 12.000 Einwohnern, im Osten des Landes. Um mitzuerleben, was die Menschen hier bewegt, was ihren Alltag prägt, begleitet der Film einige Menschen ein Jahr lang aus der Nähe: „Onkel“ Andor, einen ehemaligen Arbeiter der „Alkaloida"-Fabrik, die in den sozialistischen Jahren der Stolz der Stadt war, Zoltán, den Bürgermeister des Ortes und Mitglied von Fidesz, Réka, eine junge Roma, die für einen Schulbus kämpft, damit ihr Sohn nicht kilometerweit zur Schule laufen muss, und den Jäger Bence, der im Ort bleibt, während die meisten jungen Leute die Kleinstadt verlassen. Ihre Geschichten spannen den Bogen zwischen dem Niedergang der Stadt, der nach dem Ende des Sozialismus begann, und der aktuellen Situation in Ungarn, wo seit mittlerweile 14 Jahren Viktor Orbán regiert. Die Erwartungen an die Demokratie haben sich hier nicht erfüllt. Umso wichtiger scheinen heute Stabilität und Sicherheit.
Das Bild von Tiszavasvári, das die Dokumentation zeichnet, ist exemplarisch für viele Kleinstädte in dieser ehemaligen Industrieregion, die mittlerweile eine der stärksten Bastionen von Orbáns Partei Fidesz ist.
Regie
Áron Szentpéteri
Land
Deutschland
Jahr
2024
Herkunft
WDR
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