Was bleibt vom Glauben, wenn die großen Kirchen an Macht verlieren? Diese Folge von "Woran wir glauben" führt in eine Welt, in der Spiritualität nicht verschwindet, sondern sich Menschen ihre Glaubenswelt selbst "basteln": in indischen Ashrams, bei französischen Neo-Druiden, in japanischen Shintō-Ritualen oder in der Popkultur.
Ein junger Niederländer folgt Sadhguru nach Indien, weil er im westlichen Leben nur Leere und Selbstoptimierung findet. In Frankreich berufen sich moderne Druiden auf alte Gottheiten und die Kräfte der Natur. In Japan bezeichnen sich viele Menschen als unreligiös – und verehren doch Anime-Figuren oder Popstars wie Götter. Forschende erklären, warum Glaube nicht einfach verschwindet, sondern sich immer neue Bühnen sucht.
Zwischen Sehnsucht und Kommerz, innerer Erfahrung und Abhängigkeit fragt der Film: Wo beginnt Spiritualität – und wo kippt sie in Kult, Ausbeutung oder Selbstverlust? Zugleich zeigt er, warum Menschen auch in einer säkularen, vernetzten Welt nach etwas suchen, das größer ist als sie selbst: nach Verbindung, Orientierung und einem gemeinsamen Sinn.
Woher kommen wir? Warum leiden wir? Und woran halten wir uns fest, wenn die Welt unbegreiflich wird? Die Dokureihe "Woran wir glauben" geht den ältesten Fragen der Menschheit nach – und erzählt Glauben nicht als etwas Fernes oder Vergangenes, sondern als Kraft, die unser Denken bis heute prägt.