Wird Sankt Pauli immaterielles Kulturerbe?

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Verfügbar vom 26/10/2018 bis 28/10/2038
Der rheinische Karneval und die ostfriesische Teekultur haben es schon auf die Liste geschafft. Nun soll der wohl weltweit bekannteste Stadtteil einer deutschen Großstadt immaterielles Kulturerbe der Unesco werden: Hamburg Sankt Pauli. Seit fünf Jahren werden mit dem Titel Kulturformen geehrt, die als besonders wichtig und schützenswert gelten.
Der Bezirk soll sich mit seinem Lebensgefühl und der Szene als immaterielles Kulturerbe qualifizieren und mithilfe des Titels gleichzeitig das Flair des Stadtteils bewahren, bzw. das, was davon noch übrig ist. Aufgrund der Gentrifizierung mussten in den vergangenen Jahren etliche Bar- und Clubbesitzer der alten Spelunken das Handtuch schmeißen, es gibt immer weniger anrüchige Erotikgewerbe, Frei- und Experimentierflächen fehlen mittlerweile komplett. Vieles erinnert heute eigentlich nur noch an eine Ballermann-Meile mit Horden an Touristen. In der Tat sehen die Größen der alten Szene in der Bewerbung um den Status des Kulturerbes eher eine Werbemaßnahme, um die Gegend für Touristen und Investoren weiter attraktiv zu machen und das endgültige Aus für St. Pauli. 

  • Journalist :
    • Moritz Wulf
  • Land :
    • Deutschland
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2018