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Gobi: Verbotene Oasen27 Min.
Verfügbar bis zum 31/12/2029
In dieser Folge: Von den Himalaja-Ausläufern kommt Alfred de Montesquiou im nordwestlichen China in die Turfan-Senke auf minus 154 Meter – dem weltweit tiefliegendsten Ort nach dem Toten Meer. Nachdem er sich in der Oase Gaochang mit Weinanbaumethoden befasst hat, besucht Alfred am Rande der Ruinenstadt eine riesige Nekropole, in der das Wüstenklima die Leichname mumifiziert hat.
In dieser Region leben Uiguren, ein turksprachiges Steppenvolk islamischen Glaubens, das zu Chinas Minderheiten zählt. Zu Gast bei einer uigurischen Familie lernt Alfred de Montesquiou viel über die Weinanbaumethoden und die lokale Küche der Uiguren. Dort, wo die Bauern ihre Reben angepflanzt haben, lag früher eine wichtige Station der Seidenstraße, die man „die schimmernde Perle der Karawanen“ nannte. Marco Polo beschrieb die Stadt Gaochang als die Hauptstadt des Uigurenreichs, das dem Kublai Khan tributpflichtig war, nachdem der Enkel von Dschingis Khan den chinesischen Kaiserthron erobert hatte. Heute ist von der Stadt eine weite Ruinenlandschaft übrig, die das trockene Wüstenklima über die Jahrhunderte konserviert hat.
Gaochang war nicht nur eine Handelsstation an der Seidenstraße, sondern auch eine Stadt der Gelehrten. Buddhistische Pilger aus Indien verbreiteten hier ihre Erkenntnisse, christliche Nestorianer bauten ihre Kirchen und auch persische Spuren sind noch deutlich sichtbar. Am Rand von Gaochang erhebt sich ein neuer Tempel, der zu Ehren der Kultur errichtet wurde, die heute die Wüste Gobi dominiert. Im Verlauf von 15 Jahrhunderten haben die Einwohner von Gaochang auf zehn Quadratkilometern eine Nekropole mit über tausend Gräbern und Höhlen angelegt. Die Luft in der Turfan-Senke ist so trocken, dass die Leichen auf natürliche Weise mumifiziert wurden. In der noch bestehenden Wüstenstadt Turfan ist dank eines ausgeklügelten Systems von Tunneln und Kanälen Wasser im Überfluss vorhanden. Alfred steigt in eine der Galerien hinab, um sich mit Arbeitern zu treffen, die dieses Netzwerk instandhalten.
Die Ruinenstadt Yar gehört zu Chinas wichtigsten Ausgrabungsstätten und Touristenattraktionen. Sie verdeutlicht die Bemühungen der Chinesen, in der Region Fuß zu fassen. Im 2. Jahrhundert errichteten sie auf dem Felssporn zwischen zwei Flüssen eine Garnisonsstadt mit Höhlenwohnungen. Aber die Ursprünge von Yar, auch Jiaohe genannt, liegen viel länger zurück und keiner weiß, wer die ersten Siedler waren. Durch die Seidenstraße haben sich auch hier Völker, Religionen und Kulturen gekreuzt, weiß der Archäologe Xu Dongliang. In einem Park vermittelt die Jugend von Urumchi zuletzt ein recht dynamisches Bild des modernen Chinas.
Die Texte datieren von 2017, dem Produktionsjahr des Programms.
Regie
Xavier Lefebvre
Land
Frankreich
Jahr
2017
Herkunft
ARTE F
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