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Der Kampf der Whistleblowerin
59 Min.
Verfügbar bis zum 19/06/2028
Houria Aouimeur wurde 2018 zur Leiterin der AGS ernannt, eine Organisation, welche die Vergütung der Beschäftigten zahlungsunfähiger Unternehmen gewährleistet. Doch die gelernte Juristin bemerkt schnell unklare Vorgänge und als Verluste verbuchte Beträge in Milliardenhöhe. Ihr Versuch, Licht in das Dunkel zu bringen, führte zu Druck, Drohungen und kostete sie letztlich ihre Stelle.
Im Herbst 2018 wurde Houria Aouimeur zur Leiterin der „Association pour la gestion du régime de Garantie des créances des Salariés“ (AGS) ernannt. Diese Organisation garantiert, dass die Beschäftigten zahlungsunfähiger Unternehmen weiterhin eine Vergütung erhalten. Für Aouimeur, die in einem sozial schwachen Viertel von Saint-Étienne aufwuchs, war die neue Stellung ein beachtlicher Karrieresprung und eine wichtige Aufgabe. Zumal die AGS riesige Beträge verwaltet.
Doch rasch stellte sie einen Mangel an Transparenz und Kontrolle fest, welcher sich durch willkürliche Zertifizierung von Unternehmen, Bevorteilung bestimmter Auftragnehmer oder Zahlung horrender Anwaltshonorare äußerte. Angesichts der Zustände bei der AGS begann die gelernte Juristin mit Nachforschungen.
Dabei stieß sie schnell auf massiven Widerstand bei Insolvenzverwaltern, Treuhändern, Anwälten, Gutachtern, Unternehmensübernehmern und anderen, zum Teil verbündeten Akteuren eines mächtigen Netzwerks mit eigenen Regeln und zahlreichen Grauzonen.
Aouimeur deckte Insolvenzverfahren auf, die seit mehreren Jahren auf ihren Abschluss warteten. Sie ließ zwei Audits durchführen, die ergaben, dass fast sieben Milliarden Euro ohne stichhaltige Begründung als Verluste verbucht worden waren.
Auf ihre Initiative hin reichte die AGS mehrere Klagen ein. Doch der Druck auf Houria Aouimeur wuchs so stark, dass sie sogar mehrere Monate unter Personenschutz stand. Schließlich veranlassten ihre Vorgesetzten bei der französischen Arbeitslosenversicherung Unédic und dem Arbeitgeberverband „Mouvement des Entreprises de France“ Medef ihrerseits gezielte Audits ihrer Tätigkeit. Die einst geschätzte Führungskraft wurde wegen angeblichen „schweren Fehlverhaltens“ entlassen.
In der Dokumentation „Der Kampf der Whistleblowerin“ bricht sie ihr Schweigen.
Doch rasch stellte sie einen Mangel an Transparenz und Kontrolle fest, welcher sich durch willkürliche Zertifizierung von Unternehmen, Bevorteilung bestimmter Auftragnehmer oder Zahlung horrender Anwaltshonorare äußerte. Angesichts der Zustände bei der AGS begann die gelernte Juristin mit Nachforschungen.
Dabei stieß sie schnell auf massiven Widerstand bei Insolvenzverwaltern, Treuhändern, Anwälten, Gutachtern, Unternehmensübernehmern und anderen, zum Teil verbündeten Akteuren eines mächtigen Netzwerks mit eigenen Regeln und zahlreichen Grauzonen.
Aouimeur deckte Insolvenzverfahren auf, die seit mehreren Jahren auf ihren Abschluss warteten. Sie ließ zwei Audits durchführen, die ergaben, dass fast sieben Milliarden Euro ohne stichhaltige Begründung als Verluste verbucht worden waren.
Auf ihre Initiative hin reichte die AGS mehrere Klagen ein. Doch der Druck auf Houria Aouimeur wuchs so stark, dass sie sogar mehrere Monate unter Personenschutz stand. Schließlich veranlassten ihre Vorgesetzten bei der französischen Arbeitslosenversicherung Unédic und dem Arbeitgeberverband „Mouvement des Entreprises de France“ Medef ihrerseits gezielte Audits ihrer Tätigkeit. Die einst geschätzte Führungskraft wurde wegen angeblichen „schweren Fehlverhaltens“ entlassen.
In der Dokumentation „Der Kampf der Whistleblowerin“ bricht sie ihr Schweigen.
Regie
Sylvie Gilman
Thierry de Lestrade
Land
Frankreich
Jahr
2025
Herkunft
ARTE F
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