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War die Pest die größte Seuche aller Zeiten?
Stimmt es, dass ...?24 Min.
Verfügbar bis zum 17/06/2026
Sendung vom 18/06/2025
Die Pest forderte Millionen Leben – und veränderte Europas Gesellschaftsordnung tiefgreifend. Noch folgenreicher war das Massensterben der indigenen Bevölkerung Amerikas durch eingeschleppte Krankheiten nach 1492. Haben winzige Erreger mehr Macht über den Lauf der Geschichte als wir selbst? Und was bringt die nächste Pandemie?
Wie sehr haben wir Menschen den Lauf der Geschichte eigentlich selbst in der Hand? Oder sind mikroskopisch kleine Erreger entscheidender, als wir glauben? Infektionskrankheiten von der Pest über die Spanische Grippe bis COVID-19 haben gravierende Spuren hinterlassen. Die Dokumentation betrachtet die größten Seuchen der Menschheitsgeschichte – gemessen daran, wie stark sie Gesellschaften verändert und Machtstrukturen ins Wanken gebracht haben.
Die tödlichen Auswirkungen der Pest sind unbestritten: Im 14. Jahrhundert löschte sie schätzungsweise die Hälfte der europäischen Bevölkerung aus. Doch damit nicht genug, wie der Soziologe Jonathan Kennedy zeigt: Die Pest untergrub nebenbei den Feudalismus und legte das Fundament für die Reformation und den modernen Kapitalismus. Würden wir ohne die Pest also heute noch im Mittelalter leben?
Mindestens genauso einschneidend war ein anderes Ereignis im Jahr 1492. Ein gewisser Christoph Kolumbus segelte nach Amerika und mit ihm an Bord - eine Menge tödlicher europäischer Viren und Bakterien. Diese trafen bald auf die nicht-immunisierten Bewohner eines fernen Kontinents. Innerhalb weniger Jahrzehnte starben daran bis zu 90 Prozent der indigenen Bevölkerung – die größte demografische Katastrophe der Menschheitsgeschichte. Über Jahrhunderte gewachsene Kulturen und Berge an regionalem Wissen gingen zum Teil unwiederbringlich verloren.
Welche Zukunft hätten diese Zivilisationen wohl gehabt, wären sie von den eingeschleppten Krankheiten verschont geblieben? Und was erwartet uns in der Zukunft?
Land
Deutschland
Jahr
2024
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