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Doch das Böse gibt es nicht

143 Min.

Verfügbar ab dem 01/04/2026

Familienvater Heshmat, Wehrdienstleistender Pouya, Soldat Javad und der Imker Bahram kennen sich nicht. Doch sie alle sind - oder waren - mit dem Befehl konfrontiert, andere Menschen hinzurichten. Ihr Umgang damit fällt unterschiedlich aus ... - Mohammad Rasoulofs Film (2020) erhielt auf der Berlinale den Goldenen Bären.
In jedem Land, in dem die Todesstrafe vollzogen wird, braucht es Menschen, die diese auch ausführen. So auch im Iran: Heshmat ist bei Tage ein hilfsbereiter Ehemann, der sich liebevoll um seine Familie kümmert. Doch spät nachts steht er auf, um im Gefängnis Hinrichtungen auszuführen. Dagegen hat der junge Pouya gerade seinen Wehrdienst angetreten und muss zum ersten Mal einen anderen Menschen exekutieren. Verzweifelt plant er seine Flucht, um den Befehl nicht ausführen zu müssen. Soldat Javad wiederum hat Urlaub bekommen, den er bei seiner Freundin verbringt. Die drei freien Tage hat er sich jedoch durch die Hinrichtung eines Gefangenen erkauft. Der todkranke Bahram lebt abgeschieden in den Bergen. Einst weigerte er sich, einen Menschen zu erschießen, und musste mit der Konsequenz leben, dass ihm dadurch der Berufsweg als Arzt verschlossen blieb. Erst Jahre später lernt er seine in Deutschland lebende Tochter kennen und kann mit ihr über das Vergangene sprechen.
„Doch das Böse gibt es nicht“ zeigt in vier Episoden, was es bedeutet, die Todesstrafe vollstrecken zu müssen. Es ist ein tief menschlicher Film, der sich Fragen zur Verantwortung des Einzelnen stellt. Dabei verzichtet Regisseur und Drehbuchautor Mohammad Rasoulof darauf, seine Charaktere für ihre Entscheidungen zu verurteilen. Stattdessen kritisiert er ein unmoralisches System, das die Menschen in die unmögliche Situation zwingt, über Leben und Tod zu richten. Im Iran wurde der Film deswegen verboten. 2020 gewann „Doch das Böse gibt es nicht“ auf der Berlinale den Goldenen Bären für den besten Film.

Mit

  • Ehsan Mirhosseini (Heshmat)

  • Shaghayegh Shourian (Razieh)

  • Kaveh Ahangar (Pouya)

  • Alireza Zareparast (Hasan)

  • Baran Rasoulof (Darya)

  • Jila Shahi (Zaman)

  • Pejvak Imani (Nima)

  • Mohammad Sedighi Mehr (Bahram)

  • Mahtab Servati (Nana)

  • Mohammad Valizadegan (Javad)

  • Darya Moghbeli (Tahmineh)

Regie

Mohammad Rasoulof

Drehbuch

Mohammad Rasoulof

Autor:in

Mohammad Rasoulof

Produktion

  • Filminiran

  • Medianest

  • Cosmopol Film

Produzent/-in

  • Farzad Pak

  • Kaveh Farnam

  • Mohammad Rasoulof

Kamera

Ashkan Ashkani

Schnitt

  • Mohammadreza Muini

  • Meysam Muini

Musik

Amir Molookpour

Komponist/-in

Amir Molookpour

Land

  • Deutschland

  • Iran

Jahr

2020

Herkunft

ZDF

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