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Avignon: Maldoror, Literatur im Angesicht des BösenLeider ist dieses Programm aus rechtlichen Gründen nicht in dem Land, in dem Sie sich befinden, verfügbar.
Maldoror
Festival d'Avignon 2026180 Min.
TV-Ausstrahlung am Sonntag, 19. Juli um 00:40
Worin wurzelt das Böse? In seiner neuen Kreation "Maldoror" verbindet der renommierte französische Theaterregisseur Julien Gosselin die Welten und Werke von Roberto Bolaño und Lautréamont. Beide Autoren schrieben auf sehr unterschiedliche Weise und in unterschiedlichen Epochen über die Grausamkeit des Menschen. "Maldoro"“ zählt zu den Höhepunkten des Theaterfestivals von Avignon 2026.
Maldoror von Julien Gosselin zählt zu den mit Spannung erwarteten Produktionen der 80. Ausgabe des Festival von Avignon und wird im Ehrenhof des Papstpalasts aufgeführt. Zehn Jahre nach seiner Adaption von 2666 kehrt Gosselin zu den Werken von Roberto Bolaño zurück und bringt den chilenischen Schriftsteller mit Lautréamont, einem prägenden französischen Dichter des 19. Jahrhunderts, in einen Dialog. Beide verbindet die Auseinandersetzung mit menschlicher Grausamkeit, ihren Ursprüngen und ihren Grauzonen.
Mit einer Inszenierung an der Schnittstelle von Theater, Film und Performance setzt Gosselin seine literarischen Erkundungen fort. Maldoror spielt im Südamerika der 1970er-Jahre und fragt nach dem Verhältnis von Schriftstellerinnen und Schriftstellern sowie Künstlerinnen und Künstlern zum absoluten Bösen. Das Stück gliedert sich in drei Teile, die durch Lautréamonts Gesänge des Maldoror miteinander verbunden sind.
Im ersten Teil steht Bolaños Roman Die Naziliteratur in Amerika im Mittelpunkt. Der zweite Teil greift Auszüge aus Die wilden Detektive, den infrarealistischen Manifesten, Der Geist der Science-Fiction und Der unerträgliche Gaucho auf. Grundlage des dritten Teils bildet der Roman Stern in der Ferne.
ARTE zeigt eine dreistündige Fassung der Inszenierung.
Mit
Guillaume Bachelé
Rita Benmannana
Joseph Drouet
Denis Eyriey
Carine Goron
Jeremy Lewin
Jeanne Louis-Calixte
Cyril Metzger
Victoria Quesnel
Achille Reggiani
Lucile Rose
Maxence Vandevelde
Inszenierung
Julien Gosselin
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten
Lisetta Buccellato
Kostüme
Caroline Tavernier
Musik
Guillaume Bachelé
Maxence Vandevelde
Ton
Théo Jonval
Licht
Nicolas Joubert
Video
Jérémie Bernaert, Pierre Martin Oriol
Fernsehregie
Isabelle Julien
Dramaturgie
Eddy D’aranjo
Marie-José Malis
Land
Frankreich
Jahr
2026
Herkunft
ARTE F
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