Märchenhaft und voller musikalischer Fantasie bewegen sich Jonathan Nott und das Konzerthausorchester durch unterschiedliche Klangwelten. Maurice Ravels "Ma mère l’oye" eröffnet den Konzertabend mit einer farbenreichen, fantasievollen Klangwelt zwischen Traum und Wirklichkeit. "La Valse" knüpft an die Tradition des Wiener Walzers an. Doch gerät die vertraute Tanzform bei Ravel zunehmend aus dem Gleichgewicht: Der Walzer wird rauschhafter und dunkler und verwandelt sich in ein vielschichtiges Klangbild einer untergehenden Welt.
Mit Unsuk Chins "Subito con forza" aus dem Jahr 2020 führt das Programm in die Gegenwart. Abrupte Wechsel, hohe rhythmische Energie und eine differenzierte Klanggestaltung prägen das Werk. Zugleich lassen sich darin zahlreiche Bezüge zu Beethovens Musik entdecken. Unsuk Chin nennt ihr Werk eine „persönliche Hommage an den wohl ersten modernistischen Komponisten der Musikgeschichte.“
Zum Abschluss erklingt Sergej Prokofjews Ballett "Romeo und Julia". Auszüge aus den Suiten Nr. 1 und 2 zeigen die ganze Vielfalt dieser Musik: Kraftvolle Tänze treffen auf lyrische Passagen, zarte Momente auf dramatische Zuspitzungen.
Programm:
Maurice Ravel - Ma mère l'oye
Maurice Ravel - La Valse – Poème chorégraphique für Orchester
Unsuk Chin - Subito con forza für Orchester
Sergej Prokofjew - Romeo und Julia – Suiten Nr. 1 und 2 aus der Ballettmusik op. 64 (Auszüge)
Konzert vom 12. September 2026 im Konzerthaus Berlin